Wolff: „Kein Generalverdacht gegen Muslime“

Die Terrorgefahr mit islamistischem Hintergrund führt zu einer Verunsicherung gegenüber Muslimen und dem Islam im Allgemeinen. Dazu erklärt der FDP-Innenexperte Hartfrid Wolff:

Die Besorgnis des Generalsekretärs des Zentralrats der Muslime, Ayman Mazyek, ist verständlich. Angesichts von Terroristen, die sich auf den Islam berufen, darf es nicht zu einem allgemeinen Feindbild Islam oder einem Generalverdacht gegen Muslime kommen. Die große Mehrzahl der Muslime in Deutschland wollen mit Terror nichts zu tun haben und verabscheuen solche Taten. Das muss von der Gesellschaft anerkannt werden.

Umgekehrt können Muslime aber einen besonderen Beitrag zu Vorbeugung von Terrorgefahren leisten, wenn sie

– über eventuelle Haßpredigten und radikale Äußerungen in ihren Moscheen die zuständigen Behörden informieren und
– konsequent verfassungsfeindlichen Bestrebungen entgegenwirken.

Auch die Moscheevereine können mehr tun, um Vertrauen bei der Mehrheitsbevölkerung zu gewinnen: Durch offene Strukturen, klare Beschilderungen ihrer Einrichtungen und Hinweise auf ihre Veranstaltungen sowie transparente Finanzen, vor allem aber durch möglichst weitgehenden, konsequenten Gebrauch der deutschen Sprache.