Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz fordert im Bundesrat Senkung des Umsatzsteuersatzes für Hotelgewerbe

Der Staatssekretär im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, Richard Drautz, wird in der heutigen Bundesratssitzung in Berlin eine Reduzierung des Umsatzsteuersatzes für das Beherbungsgewerbe von 19 auf 7 Prozent fordern: „Mit seiner hohen Zahl an qualifizierten Arbeitsplätzen bildet das Hotelgewerbe gerade in Tourismusregionen einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor. Nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in anderen Bundesländern steht die Branche im Wettbewerb mit angrenzenden Tourismusländern. Mittlerweile wenden 22 von 27 EU-Staaten auf das Beherbergungsgewerbe lediglich einen ermäßigten Umsatzsteuersatz an. Darunter sind mit Ausnahme von Dänemark alle Länder, die an Deutschland grenzen.“

In Deutschland gilt ein Umsatzsteuersatz von 19 Prozent.

Der Umsatzsteuersatz auf Hoteldienstleistungen beträgt in Frankreich 5,5 Prozent, in Spanien und Polen 7 Prozent, in den Niederlanden 6 Prozent und in Österreich und Italien jeweils 10 Prozent. Auch der Anrainerstaat Schweiz erhebt eine Umsatzsteuer von 3,6 Prozent auf Hoteldienstleistungen.

„Der hohe Umsatzsteuersatz für das Beherbungsgewerbe führt in Zeiten eines hohen Preisbewusstseins der Bürger zu Wettbewerbsnachteilen für unser heimisches Hotelgewerbe. Schon relativ kleine Preisunterschiede können beim Verbraucher die Entscheidung beeinflussen, ob er in Deutschland Urlaub macht oder lieber ins benachbarte Ausland geht. Das geltende EU-Recht eröffnet uns bereits heute die Möglichkeit, diese Wettbewerbsnachteile zu vermeiden und den Umsatzsteuersatz von 19 auf 7 Prozent zu senken“, hob Drautz hervor. Sämtliche Wirtschaftsbereiche, die vom Tourismus profitieren, würden durch einen ermäßigten Umsatzsteuersatz gewinnen. Drautz wirbt deshalb im Bundesrat dafür, die Einführung eines ermäßigten Umsatzsteuersatzes für das Beherbergungsgewerbe zu unterstützen.