Wirtschaftsministerium als erste Behörde im Land ausgezeichnet

Als erste Behörde des Landes erhält das Wirtschaftsministerium das Zertifikat zum Audit Beruf & Familie®. Dies hat der Audit-Rat der Beruf & Familie gGmbH in seiner Sitzung am 21. Juni einstimmig beschlossen. "Damit wird dem Wirtschaftsministerium eine familienbewusste Personalpolitik im Sinne einer tragfähigen Balance von Erwerbsarbeit und Familie bescheinigt", erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Die öffentliche Verleihung durch Bundesfamilienministerin Renate Schmidt und Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement findet am 5. September 2005 in Berlin statt. Das europaweit geschützte Markenzeichen zum Audit Beruf & Familie® wird mit der Verleihung für drei Jahre erneuert.

"Uns wird bestätigt, dass vom Auditierungsprozess und der Phase der Umsetzung der vereinbarten Ziele deutliche Impulse zur Entwicklung von spezifischen personalpolitischen Strategien ausgegangen sind und es in der Folge zu einer positiven Änderung der gelebten Kultur gekommen ist", so Ernst Pfister.

Begonnen hat der Prozess der Auditierung bereits Anfang 2002. In einer ersten Phase, die mit der Vergabe des Grundzertifikats zum Audit Beruf & Familie® abgeschlossen wurde, erfasste das Wirtschaftsministerium die bestehenden familienbewussten Personalmaßnahmen und die gelebte Kultur und definierte weiterführende Ziele und Maßnahmen. "Unsere Personalpolitik hat sich gewandelt, unterschiedliche personalpolitische Aspekte wurden vernetzt.", erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister. So wurden unter anderem die Telearbeitsplätze ausgebaut, die soziale Eingliederung von Telearbeiterinnen und Telearbeitern sichergestellt, Informationsveranstaltungen realisiert, die Vereinbarkeit von Beruf & Familie im Personalentwicklungskonzept berücksichtigt, eine Umfrage zum Bedarf an Kinderbetreuung gestartet, Kinderbetreuung angeboten und ein Kindertag veranstaltet.

Im Januar 2005 wurde damit begonnen, im Rahmen einer Re-Auditierung zu überprüfen, ob die gesteckten Ziele erreicht worden sind und es wurden weiterführende Ziel definiert. So soll unter anderem die Arbeitszeit weiter flexibilisiert und das Gesundheitsmanagement fortgeführt und ausgebaut werden. Geplant sind zudem Maßnahmen zur Konfliktprävention, der weitere Ausbau der Telearbeitsplätze, die Kommunizierung der Audit-Erfolge, eine Mitarbeiterbefragung durch den Personalrat, die Einführung einer Vorgesetzteneinschätzung zum Führungsverhalten und zur sozialen Kompetenz unter Einbeziehung eines familienbewussten Führungsverhaltens, die Sensibilisierung der Führungskräfte für die mit dem Auditierungsprozess verbundenen Ziele, die Umsetzung von Gender Mainstreaming, die Einführung eines Patensystems für neue und aus einem Familienurlaub zurückkehrende Beschäftigte sowie die Fortführung von Serviceleistungen.

"Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. Wir werden deshalb alles daran setzen, unsere Ziele in den nächsten drei Jahren umzusetzen", so Wirtschaftsminister Ernst Pfister. "Eine familienbewusste Personalpolitik ist nur dann effizienzsteigernd und imagefördernd, wenn familiäre Belange berücksichtigt werden und dadurch die Arbeitszufriedenheit, die Motivation und auch die Arbeitsqualität der Beschäftigten gesteigert wird."

Das Audit Beruf & Familie® wurde auf Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung entwickelt. Ziel ist es, eine tragfähige Balance zwischen Mitarbeiterbelangen und Unternehmensinteressen im Rahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen.