Wirtschaftsminister Pfister strikt gegen Einschränkungen bei Minijobs

(Stuttgart) Baden-Württembergs Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Ernst Pfister hat sich heute strikt gegen Einschränkungen bei den Minijobs gewandt. Forderungen des DGB und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nach Abschaffung der Minijobs nannte Pfister ?abenteuerlich und grotesk?. Die Minijob-Regelungen, die insbesondere auch auf Druck der baden-württembergischen Landesregierung be-schlossen wurden, seien der wohl erfolgreichste Reformschritt der gesamten ?Hartz-Gesetzgebung?. Sie hätten den Arbeitsmarkt flexibler gemacht und maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schwarzarbeit in diesem Jahr nicht weiter ansteigt.

Pfister: ?Die Minijobs sind ein Stabilitätsfaktor für Arbeitsmarkt und Konjunktur. Die Zahl von inzwischen rund 8,4 Millionen `geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen´ ist eine Abstimmung mit den Füßen: Unternehmen und die Beschäftigten selbst brauchen und wollen Flexibilität am Arbeitsmarkt. Wer hier das Rad zurückdrehen will, handelt beschäftigungspolitisch verantwortungslos. Nicht mehr sozialversiche-rungspflichtige Arbeitsplätze, sondern ein weiterer Beschäftigungsabbau wäre die zwangsläufige Folge. Die Bundesregierung muss umgehend klarstellen, dass sie einen derartigen Unsinn nicht mitmachen wird.?