Wirtschaftsminister Pfister mit baden-württembergischen Unternehmern in Lettland

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident, Ernst Pfister, wird am kommenden Sonntag mit einer über 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation nach Lettland reisen.

Im Mittelpunkt seines dreitägigen Besuchs in Riga stehen die dort von Baden-Württemberg International (vormals GWZ) zusammen mit der Lettischen Industrie- und Handelskammer organisierten Kontakt- und Kooperationsbörsen.

20 baden-württembergische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen (Pharma, Heizung / Sanitär / Lüftungs-Technik, Metallbearbeitung / Maschinenbau / -Werkzeugbau, Kunststoffe / Schmierstoffe / Chemietechnik, Software-Entwicklung, Nahrungsmittel, Textilindustrie, Messtechnik, Berufliche Bildung, Wirtschaftsprüfung / Steuerberatung) werden mit ausgewählten lettischen Partnern Gespräche zur Anknüpfung von Geschäftskontakten sowie über Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit führen.

Das Handelsvolumen Baden-Württembergs mit Lettland habe sich, so Pfister, in den letzten Jahren stark erhöht. „Während sich das bilaterale Handelsvolumen im Jahr 1996 noch auf 43,6 Millionen Euro belief, betrug es zum Ende des Jahres 2003
bereits 165,4 Mio. Euro. Demnach hat es sich in diesem Zeitraum vervierfacht“, stellte der Wirtschaftsminister fest.

Kraftwagen und Kraftwagenteile und Maschinen seien dabei mit zusammen 68 Prozent mit Abstand die größten Ausfuhrerzeugnisse. Wichtigste Einfuhrgüter aus Lettland nach Baden-Württemberg seien mit 65 Prozent Holz und Holzwaren, Kork- und Flechtwaren und Textilien und Bekleidung, so der Minister weiter.

In Riga wird Pfister unter anderem zu Gesprächen mit dem lettischen Wirtschaftsminister Juris Lujans und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Ainars Slesers zusammentreffen. Damit wird er die seit langem bestehenden politischen Kontakte fortführen und die Wirtschaftskooperationsgespräche der baden-württembergischen Unternehmen politisch flankieren.

“Als Wirtschaftsminister sehe ich meine Rolle in erster Linie als politischer Türöffner, um die Markterschließung baden-württembergischer Unternehmer in Lettland zu unterstützen“, sagte Pfister im Vorfeld seiner Abreise.

Durch eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen kann nach Pfisters Ansicht auch die Wettbewerbsfähigkeit der lettischen Firmen verbessert werden. Dies sei gerade nach dem EU-Beitritt beider Länder von großer Bedeutung.

Die Staaten Mittel- bzw. Osteuropas waren bereits in den vergangenen Jahren ein regionaler Schwerpunkt der Außenwirtschaftsaktivitäten des Landes. Allein in den Jahren 1998 bis 2003 fanden 31 Kooperationsbörsen, Firmengemeinschaftsaus-stellungen und Katalogausstellungen in diesen Ländern statt. In diesem Jahr fanden bereits Kooperationsbörsen in Bulgarien, Ungarn, Polen, Tschechien und in der Slowakei statt. Weitere Zielländer werden im Jahr 2004 neben Lettland Estland, Litauen und Rumänien sein.

Der Wirtschaftsminister wird außerdem mit dem Deutschen Botschafter in Riga, Eckart Herold, Gastgeber des dortigen Empfangs anlässlich des Tages der Deutschen Einheit sein. Baden-Württemberg präsentiert sich auf diesem Empfang durch die TMBW als Tourismusland und stellt mit Unterstützung der handwerklichen und mittelständischen Agrar- und Ernährungswirtschaft unter dem Motto „Schmeck den Süden. Baden-Württemberg“ Produkte aus Küche und Keller des Landes vor.