?Wir brauchen mehr Menschen, die zur Organspende bereit sind.?

(Stuttgart) Zu der Mitteilung der Techniker Krankenkasse (TK), wonach in Baden-Württemberg immer mehr Menschen auf eine Organspende warten, erklärt die FDP-Generalsekretärin Gabriele Heise:
?Nach dem Jahresbericht der Deutsche Stiftung für Organtransplantation scheitern viele der dringend notwendigen Organspenden daran, dass hinterbliebene Angehörige oft nicht wissen, ob der Verstorbene zu einer Organspende bereit war.

Deshalb ist es wichtig, sich zu Lebzeiten Gedanken über eine mögliche Organspende zu machen und seinen Willen deutlich zu dokumentieren. Das erleichtert nicht nur den Angehörigen in einer ohnehin sehr schweren Situation die Entscheidung, sondern würde auch den mehr als 1400 Menschen helfen, die derzeit in Baden-Württemberg auf ein Spenderorgan warten.

Die Entscheidung für eine Organspende ist eine ganz persönliche, die nicht von außen vorgegeben werden darf. Deshalb begrüße ich auch sehr, dass sich auf politischer Ebene die bundesweit angedachte Widerspruchslösung nicht durchgesetzt hat. Danach hätte man einer Organspende ausdrücklich widersprechen müssen, wenn man sie nicht will.

Damit ist den Menschen, die dringend auf ein Spenderorgan warten, allerdings noch nicht geholfen. Wir brauchen sehr viel mehr Menschen, die zur Organspende bereit sind und dies auch deutlich dokumentieren. Ein Ausweis ist hierfür der beste Weg.

Jeder von uns ist aufgefordert, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Ärzte, Bildungseinrichtungen und andere öffentliche Institutionen sollten hierfür die Informationsmöglichkeiten besser vernetzen. Ich wünsche mir sehr viel mehr Menschen, die sich klar zu ihrer Spendenbereitschaft bekennen ? im Interesse der auf ein Spenderorgan Angewiesenen wie im Interesse ihrer Angehörigen?

Gabriele Heise hat selbst seit 2007 einen Organspendeausweis.