Werwigk-Hertneck als Justizministerin vereidigt

(Stuttgart) Neue Justizministerin von Baden-Württemberg ist Corinna Werwigk-Hertneck (FDP). Sie wurde heute vom baden-württembergischen Landtag mit deutlicher Mehrheit bestätigt und anschließend vereidigt. In der 50-jährigen Geschichte des Landes steht damit zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der dritten Gewalt mit ihren rund 18.000 Beschäftigten. Die erfolgreiche Rechtsanwältin tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) an, der zu Beginn des neuen Jahres in eine Rechtsanwaltskanzlei eintreten wird. Goll gehörte der baden-württembergischen Landesregierung seit dem 12. Juni 1996 an und war der dienstälteste amtierende Justizminister in der Bundesrepublik Deutschland.

Die neue Ministerin sieht in der modernen, bürgernahen und leistungsstarken Justiz des Landes einen wichtigen Standortvorteil für den Südwesten. Als Fachanwältin für Familienrecht und erfahrene Mediatorin wird sie sich auf Bundesebene für eine Weiterentwicklung des Familienrechts und eine deutliche Stärkung der außergerichtlichen Streitbeilegung einsetzen. “Bei der Strafverfolgung werde ich alles daran setzen, dass Baden-Württemberg auch in Zukunft das sicherste Bundesland in Deutschland bleibt. Die wegweisenden Modellprojekte zur Bekämpfung der Jugendkriminalität mit dem “Haus des Jugendrechts”, dem Initiativprogramm “Jugendliche Intensivtäter” und dem “Projekt Chance” für einen modernen Jugendstrafvollzug werde ich selbstverständlich fortführen. Darüber hinaus sehe ich in der entschlosseneren Verfolgung der stetig wachsenden Wirtschaftskriminalität einen wichtigen Schwerpunkt der Rechtspolitik”, betonte Werwigk-Hertneck bei der Amtsübernahme.

Die geborene Stuttgarterin ist seit 26 Jahren glücklich verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne.