Vereinfachung der Mülltrennung sorgt für Kostenentlastung

(Stuttgart) Zur Pressekonferenz der baden-württembergischen Umweltministerin, Tanja Gönner, erklärt die Landesvorsitzende der baden-württembergischen FDP und umweltpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger:

?Die FDP fordert aus ökologischen und ökonomischen Gründen eine Vereinfachung der Mülltrennung. Eine Reihe von Modellversuchen hat gezeigt, dass Restmüll und Verpackungsabfälle (gelbe Tonne) gemeinsam über ein und dieselbe Tonne gesammelt und anschließend maschinell getrennt werden können, ohne dass beim Umweltschutz Abstriche gemacht werden müssen. Untersuchungen zeigen, dass im Restmüll oft genauso viel verwertbares Material ist wie im Gelben Sack, mitunter sogar mehr. Im Gelben Sack wiederum befindet sich oft 40 Prozent und mehr an Restmüll. So konnte im Jahr 2002 über 40 Prozent des im Gelben Sack gesammelten Materials nicht verwertet werden, sondern musste im Restmüll entsorgt werden.

Wenn der Inhalt von Gelbem Sack und Grauer Tonne sowieso fast identisch ist, sollte man konsequenterweise dies zusammen sammeln und mit Ausnahme von Papier/Pappe, Glas und Biomüll sowie Sondermüll auf die Mülltrennung in den Haushalten verzichten.

Bürgerinnen und Bürger würden von überflüssigem Sortieraufwand entlastet. Die zur Verwertung zur Verfügung stehenden Mengen würden steigen, weil Stoffe maschinell aussortiert und verwertet werden können, die heute noch auf Nimmerwiedersehen im Restmüll verschwinden.

Untersuchungen sowie eine Anhörung im Deutschen Bundestag haben eindeutig bestätigt, dass die Qualität der aus gemeinsamer Sammlung von Restmüll und Gelbem Sack durch vollautomatische Sortierung gewonnenen Stoffe mindestens genauso hoch, vielfach sogar besser ist und sich für die Verwertung eignen. Das früher für die Mülltrennung angeführte Argument, eine ökologisch hochwertige Verwertung verlange eine getrennte Erfassung, hat in dieser Allgemeinheit keine Gültigkeit mehr. Schließlich lassen sich bei entsprechender Organisation der Abfallentsorgung erhebliche Kostensenkungspotentiale erschließen.

Die FDP hat deshalb bereits im Frühjahr 2005 im Deutschen Bundestag beantragt, die Mülltrennung zu vereinfachen. Mit Ausnahme von Papier/Pappe, Glas und Bioabfall sowie Sondermüll kann auf die Mülltrennung in den Haushalten verzichtet werden.“