Ulrich Noll ist stabile Säule und Scharnier der Regierungskoalition in BW

?60 Jahre ? kaum zu glauben.? Staunen über den ?jung gebliebenen? FDP/DVP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Ulrich Noll, zu dessen Geburtstags-Festakt über 250 Gratulanten aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Gesellschaft in den Landtag kamen. Ministerpräsident Günther Oettinger attestierte Ulrich Noll ein ?jugendliches Aussehen, ein fair-freundschaftliches Miteinander? und seiner CDU einen ?Fehler?, weil sie im Jahr 1988 ? als Noll der FDP beitrat ? nicht vorher den aufstrebenden Kommunalpolitiker unter ihre Fittiche gebracht hatte. Heute ist Ulrich Noll nicht nur Fraktionsvorsitzender der liberalen Landtagsfraktion, sondern ?eine stabile Säule und ein Scharnier der Regierungskoalition?, wie der Ministerpräsident befand. Oettinger hat nichts dagegen, wenn diese Koalition nach den Landtagswahlen am 26. März fortgesetzt würde, denn sie ?ist von der Sache her und menschlich intakt?.

Landtagsvizepräsidentin Beate Fauser sagte voraus, dass in der Landespolitik mit Ulrich Noll „noch lange zu rechnen ist“, denn Konrad Adenauer sei erst mit 72 Kanzler geworden. Der „Bilderbuch-Liberale“ Noll sei nicht zuletzt ein guter Fraktionsvorsitzender, weil er neben der zahnärztlichen Kunde sich auch der Psychologie verschrieben habe.

Auch Stefan Mappus, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, kann sich eine weitere gute Zusammenarbeit mit der FDP und Ulrich Noll als Fraktionsvorsitzendem gut vorstellen, denn das, „was mit ihm vereinbart wird, hat Bestand“. Nur an den Tagen um den Dreikönigs-Feiertag hat Mappus so seine Probleme – zu dieser Zeit befänden sich die Liberalen im „emotionalen Ausnah-mezustand“.

Der Spitzenkandidat der FDP, Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, wünschte Ulrich Noll nach dem 26. März eine „größere Fraktion“, und auch in Zukunft „immer so pünktlich zu den Sitzungen erscheinende Fraktionskollegen“. Mit spitzbübischem Grinsen erzählte Goll, dass er von der Namensähnlichkeit mit Noll auch schon journalistisch profitiert habe: eine Zeitung habe einen Artikel von Noll unter dem Namen von Goll abgedruckt.

Der FDP-Landesvorsitzenden Birgit Homburger imponiert an Noll seine über jeden Zweifel erhabene Sachkenntnis in vielen politischen Themen. Als Sozialpolitiker habe sich Noll bundesweit einen Namen gemacht. Der sozialpolitische Sprecher der Landtagsfraktion ist laut Homburger „das soziale Gewissen der FDP Baden-Württemberg“.

Dr. Guido Westerwelle, Bundesvorsitzender der FDP, titulierte Ulrich Noll als „grundsympathischen Menschen“. Wegen Noll sei er gekommen und „nicht, um ein Amt zu ehren“. Im Übrigen, so Westerwelle, sei es angesichts des jugendlichen Aussehens von Noll „kaum zu glauben, dass Sie Ihre Zeit in der Politik verbringen, sondern eher unter einer Quarkmaske“. Westerwelle sagte, das „gesamte politische Lebenswerk von Noll ist ein Beispiel dafür, dass wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung keine Gegensätze sind, sondern zusammengehören.“

In seiner Laudatio bezeichnete Wirtschaftsminister Ernst Pfister Ulrich Noll als echten Graswurzel-Demokraten, begeisternden Debattenredner und scharfzüngigen Diskutanten, in dem das liberale Feuer brenne. Als Politiker habe Noll „Pflöcke eingeschlagen“ – sei es in der Sozial-, Gesundheits-, Innen- oder Bildungspolitik. „So hat Ulrich Noll als einer der Ersten erkannt, dass Bildung nicht in der gymnasialen Oberstufe, sondern im Kindergarten beginnt“. Ulrich Noll sei ein „idealer Fraktionsvorsitzender“, der fähig sei, auf die Menschen zuzugehen, zu vermitteln und auch seine Standpunkte durchzusetzen.

Hans Ilg, Pressesprecher der Landtagsfraktion