Theurer zum Aussetzen des Programms MobiPro-EU

Zur aktuellen Debatte um das Aussetzen des Programms MobiPro-EU erklärt der FDP-Landesvorsitzende und Präsidiumsmitglied im FDP-Bundesvorstand Michael Theurer MdEP:

Nicht nur beim Thema allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn oder bei der Rente mit 63 versagt die Bundesregierung, wenn es um die junge Generation geht. Beim Thema Fachkräftemangel setzt die Große Koalition die falschen Signale. Gerade aktuell benötigt Deutschland dringend Fachkräfte. Generationengerechtigkeit, das Problem der europäischen Jugendarbeitslosigkeit und der Fachkräftemangel sind zentrale Aufgabenfelder, welche es anzupacken gilt.

Man muss Armut an der Wurzel anpacken und den akuten Fachkräftemangel bekämpfen: Hierfür ist das Sonderprogramm MobiPro-EU ein wichtiger Baustein. Das Programm, welches zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen Fachkräften aus Europa aufgelegt wurde, darf nicht einfach auf Eis gelegt werden. Was Ursula von der Leyen und Angela Merkel versprechen, müssen sie auch liefern.

Es ist Versagen im Quadrat, dass die Bundesregierung solch wichtige Programme wie MobiPro-EU nicht ausreichend fördert. Dabei sind die Zahlen alarmierend. So wird prognostiziert, dass es bis 2030 einen Rückgang der potenziellen Erwerbstätigen von bis zu 6.4 Millionen geben wird. Es ist daher dringend eine europäische Qualifizierungsoffensive notwendig. Gerade der weltweite Exportschlager, die duale Ausbildung, muss wieder stärker in den Fokus genommen werden. Wir müssen endlich qualifizierte Zuwanderung als Chance begreifen, wie wir die Europäische Union als Chance begreifen müssen. Gerade eine Bundesregierung, die milliardenschwere Wahlgeschenke bei der Rente verteilt, muss der jungen Generation auch eine Chance geben. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, Erfolgsprogramme wie MobiPro-EU endlich ausreichend zu fördern und damit in Deutschlands Zukunft zu investieren.