THEURER: Wachstum muss nachhaltig sein – Wir müssen in die Zukunft investieren

„Die Erhöhung der Wachstumsprognose im Herbstgutachten für 2016 steht auf tönernen Füßen. Das Wachstum beruht in großen Teilen auf Konsum und Mehrausgaben in der Ausnahmesituation der Flüchtlingsunterbringung. Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns zurückzulehnen und Wohlstand als anstrengungslosen Dauerzustand zu verklären. Der niedrige Ölpreis, der durch Verknappung der Fördermenge durch die OPEC-Staaten wieder teurer werden wird, zeigt, dass wir uns nicht nur auf externe Faktoren verlassen dürfen. Es ist höchste Zeit, schon jetzt in die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu investieren: in ein gutes und modernes Bildungssystem und eine starke Infrastruktur, auch bei den Datennetzen. Die Bundesregierung muss anfangen, den Arbeitsmarkt flexibler statt komplizierter zu machen, endlich laut vernehmbar für den Freihandel kämpfen und die Menschen in Deutschland von den Vorteilen und der Gestaltbarkeit der Globalisierung überzeugen.“