Theurer: Fachkräftemangel durch Doppelstrategie bekämpfen

Zu der heute veröffentlichten Studie, nach welcher vor allem der Mittelstand unter Fachkräftemangel leidet, erklärt der FDP-Landesvorsitzende und Präsidiumsmitglied im FDP-Bundesvorstand Michael Theurer MdEP:

Wir müssen uns im Inland noch stärker als bisher anstrengen, Menschen zu qualifizieren und für unseren anspruchsvollen Arbeitsmarkt fit zu machen. Auch in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss mehr als bisher getan werden. Außerdem erforderlich sind größere Anstrengungen, gleitende Übergänge in die Rente zu ermöglichen. Wir brauchen ältere Arbeitnehmer und können es uns nicht erlauben, auf deren Expertise zu früh zu verzichten.

Aus dem Ausland, insbesondere aus den Krisenländern der EU, sollten gezielt junge Menschen angeworben werden. Neben Spanien, Portugal und Griechenland kommen auch mittel- und osteuropäische Staaten in Frage, für deren junge Menschen „Kompetenzbrücken“ nach Deutschland gebaut werden können.

Die Liebenau-Stiftung in Meckenbeuren (Bodenseekreis) hat hier ein beeindruckendes Projekt auf die Beine gestellt. Benachteiligte Kinder und Jugendliche aus der Roma-Gemeinschaft werden intensiv gefördert. Ein tragfähiges Beispiel dafür, wie mit EU-Fördermitteln Win-win-Situationen geschaffen werden können.

Nur mit einer solchen Doppelstrategie kann dem Fachkräftemangel sinnvoll begegnet werden.