Südwest-FDP diskutiert Gentechnik

(Esslingen) Die FDP Baden-Württemberg hat in Esslingen am Samstag die Zukunft der Gentechnik debattiert. Die 100 Delegierten verabschiedeten mit großer Mehrheit den Leitantrag des Landesvorstandes, in dem Chancen der neuen Bio- und Gentechnologien erörtert werden. ?Deutschland muss die Chancen der neuen Technologien nutzen, wir dürfen nicht immer nur die Risiken sehen?, so die Landesvorsitzende Birgit Homburger. Es sei unverantwortlich, wenn man die Gentechnik pauschal ablehne, dann aber die Errungenschaften derselben für sich in Anspruch nehme, sagte Homburger.

Als Gastredner geladen waren die Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für ländliche Räume und nachwachsende Rohstoffe, Dr. Christel Happach-Kasan MdB und der Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Prof. Klaus Fischer.

Christel Happach-Kasan stellte als Biologin den wissenschaftlichen Stand der Gentechnik dar ? so viel Desinformation und Angstmacherei wie in Sachen Gentechnik habe sie in der Bevölkerung lange nicht vorgefunden, meinte sie. Der von der FDP Baden-Württemberg beschlossene Antrag sei mutig und gut, sagte die Biologin. Wissenschaftlich gäbe es kaum Einwände gegen die angewandten Methoden ? sinnvolle Regelungen vorausgesetzt.

Einzelne Aspekte des Antrages wurden lebhaft, teilweise auch kontrovers diskutiert. Dennoch konnten die Delegierten sich auf einen Wortlaut einigen. Christel Kasan: ?Ich finde es schön, dass es in der FDP Baden-Württemberg eine so lebhafte Diskussionskultur gibt.? ?Gentechnik ist ein schwierig zu vermittelndes Thema?, stellte sie fest. ?Da muss viel Kommunikationsarbeit geleistet werden.?

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