Skudelny: Eine starre Frauenquote überzeugt schlicht nicht

Zur aktuellen Debatte über eine mögliche Frauenquote erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg Judith Skudelny:

Eine gesetzliche starre Frauenquote überzeugt nicht, starke Frauen in Führungsverantwortung aber schon. Eine Frauenquote passt nicht in eine moderne Gesellschaft und Unternehmenskultur, in der Qualifikation und die Qualität der Leistung zählen und nicht das Geschlecht. Die FDP teilt damit die Einschätzung der Fachwelt, dass die Unternehmen ihr Führungspersonal selbst auswählen sollten. Daher gehen die Angriffe von Frau Walker und Frau Mast völlig am Ziel vorbei.

Die Liberalen lehnen ein starres gesetzliches Diktat ab und setzen vielmehr auf Transparenz und Selbstverpflichtung. Es geht vor allem um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und hierfür ist eine gesetzliche Frauenquote schlicht keine ausreichende Antwort. Aus den nordischen Ländern können wir lernen, dass Gleichberechtigung im Beruf dort funktioniert, wo Männer mehr Verantwortung für die Erziehung übernehmen. Mit der Frauenquote allein wird dieses Ziel nicht erreicht.

Für die Liberale muss sich bezüglich der Gleichberechtigung in Gesellschaft und Erwerbsleben für Frauen weiterhin etwas tun – aber vielmehr in den Köpfen, den Unternehmenskulturen, bei der Entlohnung und den politischen Rahmenbedingungen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss nachhaltig verbessert werden.