Rülke: „Gering Qualifizierte in den Arbeitsmarkt besser eingliedern“

(Stuttgart) Die Eingliederung gering qualifizierter Arbeitskräfte in den baden-württembergischen Arbeitsmarkt ist die zentrale Aufgabe der Zukunft. Dieses Ziel formulierte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, in einer Landtagsdebatte mit dem Thema ?Job-Motor Baden-Württemberg? als zentrale Aufgabe für die Wirtschaftspolitik des Landes. Rülke hob hervor, dass die Arbeitslosenquote des Landes in Höhe von 5,6 Prozent vergleichsweise ein hervorragender Wert sei. Mit 2700 zusätzlichen Arbeitskräften im industriellen Bereich konnte im Südwesten im September eine Trendumkehr erreicht werden.

Wie der wirtschaftspolitische Sprecher weiter sagte, muss nach Auffassung von Ökonomen eine Arbeitslosenquote von vier bis fünf Prozent in einer globalisierten Wirtschaft und einem Arbeitsmarkt mit Widerständen oder Hindernissen (Friktionen), beispielsweise dem ständig sich vollziehenden Arbeitsplatzwechsel und den damit verbundenen Umzügen, bereits als Vollbeschäftigung gelten.

Nach den Worten von Rülke sind drei wesentliche wirtschaftspolitische Aufgaben zu lösen:

Zunächst müsse es darum gehen, die innovative mittelständisch geprägte Wirtschaft des Landes dabei zu unterstützen, weiterhin Spitze zu bleiben. Zum Zweiten müsse der Arbeitsmarkt weiter dereguliert werden. Immerhin habe eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Stuttgart ergeben, dass der Kündigungsschutz für die Unternehmen der Region ein zentrales Hindernis für die Einstellung gering qualifizierter Arbeitskräfte sei. Und schließlich sei es ganz wichtig, den gering Qualifizierten Arbeitsmarktchancen im Dienstleistungsbereich in der Folge hoch qualifizierter industrieller Tätigkeiten zu öffnen.