Richard Drautz: Mehr Effizienz und weniger Bürokratie im Wasserschutz

Der agarpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Richard Drautz, hat auf einer Anhörung der FDP/DVP-Landtagsfraktion mehr Effizienz und weniger bürokratische Maßregelungen beim Wasserschutz in Baden-Württemberg gefordert. Bei der Expertenrunde mit Vertretern der Wasserversorgungs-Unternehmen, der Landwirtschaftsverbände, des Umwelt- und Landwirtschaftsministerium zur Zukunft der SchALVO (Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung) sagte Drautz, dass letztlich die Verminderung der Nitratwerte im Grundwasser für den Erfolg der SchALVO maßgeblich sein sollte und nicht die vielfach praxisfremden Auflagen. Bisher ist zwar eine Verbesserung der Werte im Boden eingetreten, aber nicht im Grundwasser, wie auch die Wasserversorgungs-Unternehmen kritisieren.

Die SchALVO regelt die finanzielle Entschädigung der Landwirte für die Einschränkung der landwirtschaftlichen Nutzung in Wasserschutzgebieten. Nach den Worten von Richard Drautz müsste es sich für diejenigen Landwirte finanziell ausbezahlen, die durch ihre Art der Bewirtschaftung niedrigere Nitratwerte im Grundwasser erreichen. Drautz: „Die 50 Millionen Euro, die jährlich als Ausgleichszahlung für umweltschonende Bewirtschaftung über das Land und EU an die Landwirte vergeben werden, sollten zielgenauer im Sinne des Grundwasserschutzes ausbezahlt werden.“ Deshalb müsse die SchALVO reformiert und fortentwickelt werden. Drautz: „Nicht nur die Wasserversorgungs-Unternehmen, sondern wir alle wollen dafür Sorge tragen, dass unser wichtigstes Lebensmittel – das Wasser – auch in Zukunft in optimaler Qualität zur Verfügung steht.“

Einigkeit zwischen Landwirtschaftsverbänden und Wasserversorgungs-Unternehmen konnte bei der Formulierung von künftigen Reformschritten erzielt werden:
– mehr Flexibilität bei den Durchführungsbestimmungen der SchALVO
– mehr Rücksicht auf regionale Belange bei Klima und Bodenbeschaffenheit
– Arbeitsgruppen mit größerer Entscheidungskompetenz
– engere Zusammenarbeit mit den Wasserversorgungs-Unternehmen.