Pfister: ?Zuschüsse lösen Investitionen von rund 11,3 Millionen Euro aus?

Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 3,6 Millionen Euro erhalten 19 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg für ihre Tourismusvorhaben. Dies teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute in Stuttgart mit. Zwei weitere Fördermaß-nahmen mit einer Zuschusshöhe von rund zwei Millionen Euro schlägt das Wirt-schaftsministerium dem Wirtschaftsausschuss des Landtags zur Entscheidung vor. ?Diese Förderungen lösen Investitionen von insgesamt rund 11,3 Millionen Euro aus?, sagte Pfister. Bei allen 19 Vorhaben handele es sich um touristische Infrastrukturmaßnahmen, von welchen nicht nur die begünstigte Kommune, sondern zugleich auch die Region in ihrer touristischen Bedeutung aufgewertet werde

Für das Programm 2007 wurden über die zuständigen Regierungspräsidien ins-gesamt 41 Förderanträge gestellt und dem Wirtschaftsministerium vorgelegt. Im Vorjahr waren es noch 39 Anträge, von denen 24 mit Landeszuschüssen in Höhe von rund vier Millionen Euro unterstützt werden konnten.

„Bei den Förderprioritäten liegen touristische Themen wie Gesundheits- und Wellnesstourismus, Radfahren und Wandern weit vorne“, erläuterte der Minister. „Baden-Württemberg – das Bäderland Nr. 1 – will sich in all diesen touristischen Grundthemen stetig weiterentwickeln und seine Konkurrenzfähigkeit kontinuierlich ausbauen“, so der Wirtschaftsminister.
Die statistische Verteilung der Mittel unter den Gesichtspunkten „Prädikat“, „Ge-meindegröße“ und „Zuschusshöhe“ stellt sich wie folgt dar:

· Sechs Vorhaben werden in so genannten höher prädikatisierten Kommunen (Heilbad, Heilklimatischer Kurort, Kneippkurort, Ort mit Heilquellenkurbetrieb) umgesetzt, fünf in Luftkur-, sechs in Erholungsorten und zwei in einer nicht prädikatisierten Kommune.

· Sechs Gemeinden, die einen Zuschuss erhalten, haben weniger als 5.000 Einwohner, vier Gemeinden haben zwischen 5.000 und 10.000, fünf Städte zwischen 10.000 und 20.000 und vier Städte mehr als 20.000 Einwohner.

· Für acht kleinere Vorhaben beträgt der Landeszuschuss jeweils bis zu 125.000 Euro, für sieben bis zu 250.000 Euro, für vier Vorhaben bis zu 500.000 Euro.

Die Projekte des Gesundheits- und Vitalcenters in Bad Überkingen und der Technik-Museums-Park „Erfinder-Zeiten“ in Schramberg schlägt der Wirtschaftsminister dem Wirtschaftsausschuss des Landtags mit positiver Empfehlung vor. Die Entscheidung trifft dann der Landtag, da in diesen beiden Fällen die 500.000 Euro-Grenze überschritten, ab der die Anträge dem Landtag vorgelegt werden müssen.

„Der Tourismus hat für Baden-Württemberg zentrale wirtschaftspolitische Bedeutung. Eine große Zahl hochwertiger und vor allem nicht exportierbarer Arbeitsplätze hängen davon ab. Das Förderinstrument ‚Tourismusinfrastrukturpro-gramm’ hat daher eine hohe Priorität und soll auch in Zukunft aufrechterhalten werden“, erklärte der Wirtschaftsminister.

Im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms konnten seit seiner Wiedereinführung im Jahr 1998 einschließlich des Förderjahres 2007 insgesamt 259 touristische Projekte in Heilbädern, Kurorten und auch nicht prädikatisierten Kommunen in Baden-Württemberg mit rund 85,2 Millionen Euro Landeszuschüssen gefördert werden.

Bei den Übernachtungszahlen gab es im Jahr 2006 im Zeitraum Januar bis No-vember im Vergleich zu den Vorjahreszahlen einen Zuwachs von 0,6 Prozent, die Zahl der Ankünfte stieg sogar um 2,6 Prozent. „Die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2006 war natürlich auch für den Tourismus in Baden-Württemberg absolutes Highlight. Viele Gäste aus aller Welt haben unsere Städte und unsere Landschaft in positiver Erinnerung. Wir sind zuversichtlich, dass unser Land einen Geschmack nach mehr hinterlassen hat“, so Wirtschaftsminister Pfister abschließend.