Pfister: ?Ausbildungspakt funktioniert in Baden-Württemberg?

(Stuttgart) ?In Baden-Württemberg funktioniert der Ausbildungspakt?, reagierte heute in Stuttgart Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister auf die Kritik der Gewerkschaften, wonach der Ausbildungspakt bundesweit gescheitert sei. ?Von einem Scheitern kann man weder im Bund und schon gar nicht im Land reden?, hielt Pfister entgegen. Wie der Minister erläuterte, fiel der Rückgang bei der Zahl der neuen Ausbildungsverträge 2005 in Baden-Württemberg mit 0,7 Prozent moderat aus. Im Vergleich zur bundesweiten Entwicklung (-2,2 %) steht das Land damit gut da.

Im Ausbildungspakt (in Baden-Württemberg ?Ausbildungsbündnis?) wurde die Zahl neu anzuwerbender Ausbildungsplätze vereinbart. Die Wirtschaft hat ihre diesbezüglichen Zusagen in Baden-Württemberg in 2005 übererfüllt. Minister Pfister: „Jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen konnte in Baden-Württemberg ein Qualifizierungsangebot gemacht werden.“ Besonders erfolgreich war das neue Instrument der Einstiegsqualifizierung, das landesweit rund 2000 Jugendlichen den Weg in eine Ausbildung geebnet hat. Gleichwohl gelte es, die Anstrengungen zur besseren Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt noch weiter zu intensivieren.

Im Blick auf den gesamten Arbeitsmarkt forderte Pfister die Bundesregierung auf, den vielfältigen Reformankündigungen endlich auch Taten folgen zu lassen. Pfister: ?Der frühjahrsbedingte Entlastungseffekt auf dem Arbeitsmarkt fällt bislang nur in homöopathischen Dosen aus. Ohne durchgreifende Reformen auf dem Arbeitsmarkt und in den sozialen Sicherungssystemen wird es zu keinem nachhaltigen Abbau der Arbeitslosigkeit kommen.? Pfister betonte in diesem Zusammenhang, dass insbesondere die anstehende Gesundheitsreform zu einer deutlichen Entlastung bei den Arbeitskosten führen müsse. Zudem dürften auch notwendige Reformschritte auf dem Arbeitsmarkt nicht weiterhin ausgeblendet werden.