Pfister: „Anlaufstelle für Unternehmen in Not“

(Stuttgart) Die Landesregierung intensiviert ihre Bemühungen, in Not geratenen Unternehmen im Land mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Unter Federführung von Wirtschaftsminister Erst Pfister wird eine ?Interministerielle Task Force Unternehmensbetreuung? für Unternehmen in Not eingerichtet. Wie Pfister heute in Stuttgart mitteilte, hat das Kabinett mit dieser Entscheidung auf seiner letzten Sitzung ein weiteres Vorhaben der Koalitionsvereinbarung für die laufende Legislaturperiode beschlossen.

Nach Angaben Pfisters treffen sich künftig unter Leitung des Amtschefs im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Dr. Hans Freudenberg, leitende Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums, Staatsministeriums, des Finanzministeriums, des Ministeriums für Ernährung und Ländlicher Raum, des Innenministeriums, der L-Bank, der Bürgschaftsbank und MBG sowie von bw-i, um anlassbezogen Fälle zu beraten, die besonders gravierende Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort B-W haben können.

?Der technisch-wirtschaftliche Strukturwandel ist auch von Firmenzusammenbrüchen, Verlagerungen ins Ausland und mangelnder Investitionsbereitschaft der Unternehmen im Inland mit dem Ergebnis einer hohen Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Daher ist der Staat gefordert, helfend einzugreifen, wobei die Ursachen sehr unterschiedlich sind und Hilfsmöglichkeiten, nicht zuletzt auch wegen der Beihilfekontrollpolitik der EU, Einschränkungen unterliegen?, begründete Pfister.

Die neue Einrichtung ergänzt die Arbeit des Referats Unternehmensbetreuung im Wirtschaftsministerium. Dieses ist nach Pfisters Angaben jährlich mit 2000 bis 3000 Fällen befasst, in denen sich Unternehmer, Arbeitnehmervertreter, Abgeordnete, Bürgermeister, Landräte oder Banken an das Wirtschaftsministerium wenden. Das Wirtschaftsministerium werde meist in Form einer Beratung oder einer Kontaktvermittlung aktiv. In vielen Fällen sei eine längere Begleitung bis zur Erreichung des Ziels, z.B. einer tragfähigen Finanzierung, erforderlich.

Die Bearbeitung der jeweiligen ?Task-Force-Fälle? werde auch künftig in aller Regel durch das Wirtschaftsministerium erfolgen. Darüber hinaus werde die Task Force konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Unternehmensbetreuung erarbeiten. Das Wirtschaftsministerium werde dem Ministerrat bis Ende 2008 über die Arbeit und die Erfahrungen der ?Task Force Unternehmensbetreuung? berichten.