Patrick Meinhardt: Schavans Zentralismus-Gedankenspiele sind ein Irrweg!

BERLIN. Zu den Äußerungen von Bildungsministerin Schavan zum Föderalismus im Bildungssystem entgegnet der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Patrick MEINHARDT:

?Schule ist und bleibt Ländersache. Wir brauchen in der Bildung nicht mehr Zentralismus sondern weniger, nicht mehr Bürokratie, sondern weniger, nicht mehr Einfluss Berlins, sondern mehr Bildungsfreiheit vor Ort. Wenn Frau Schavan vorhaben sollte, sich vom Wettbewerbsföderalismus zu verabschieden und einen Weg zu mehr Bildungszentralismus zu beschreiten, dann sollte sie schleunigst diesen Irrweg wieder verlassen. Schavans Einheitslehrbücher verbessern nicht die Qualität der Schulen, sondern begrenzen die Vielfalt der Möglichkeiten für jeden Schüler.

Richtig ist, wir müssen Mobilitätsbarrieren in Deutschland aufheben: Schüler und Lehrer müssen ohne Probleme von einem Bundesland in ein anderes wechseln können. Dies ist Aufgabe der KMK, die hier grandios gescheitert ist. Es ist wenig glaubwürdig, dass die Bundesbildungsministerin jetzt das anprangert, was sie als Kultusministerin mit ihren 15 Kollegen sträflich vernachlässigt hat. Jetzt stattdessen mehr Bundeszuständigkeit in der Bildung zu fordern, heißt den Bock zum Gärtner zu machen. Je selbstständiger Eltern und Lehrer gemeinsam Verantwortung für Kinder übernehmen können, desto besser sind die Lernerfolge insgesamt.“