Ohne Frauen geht es nicht!

Rückgrat der Wirtschaft in Baden-Württemberg sind die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen. Viele von ihnen werden von Frauen geführt. Mit viel Power, persönlichem Einsatz und viel Know-how positionieren sich diese Frauen im Wirtschaftsleben, übernehmen Verantwortung für sich, ihre Familien und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und engagieren sich häufig auch noch ehrenamtlich. In vielen Bereichen geht ohne die Frauen gar nichts.

4044242_800_400Gutes Beispiel: der Stadtbezirk Stuttgart—Feuerbach, der Wohnort von Generalsekretärin Gabriele Heise. Dort steht mit Bezirksvorsteherin Andrea Klöber nicht nur eine Powerfrau an der Verwaltungsspitze, auch der örtliche Einzelhandel wird sehr stark von Frauen geprägt. Viele der kleinen, feinen Geschäfte werden von Frauen geführt. Für die meisten von ihnen ist es selbstverständlich, von morgens bis abends im Geschäft zu stehen, für ihre – meist weiblichen – Mitarbeiter eine gute Chefin zu sein und „ganz nebenbei“ auch noch die Familie zu managen. Und nach Feierabend engagieren sie sich noch in den örtlichen Sportvereinen, im Gewerbe- und Handelsverein, in Schule und Kindergarten oder im Bezirksbeirat. „Frauen“, da sind sie sich am 8. März im Gespräch mit Gabriele Heise einig, „sind mindestens genau so gute Unternehmer wie Männer“.

besuchhssbuerkle_800_800Der frauenpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion Jochen Haußmann besuchte die Firma Bürkle Technische Federn GmbH in Kernen. Er wollte von den beiden Geschäftsführerinnen in erster Linie wissen, ob sie in dieser technischen und daher eher von Männern besetzten Branche negative Erfahrungen in Bezug auf Diskriminierung gemacht hätten und was sie (jungen) Frauen als Ratschlag mit auf den Weg geben können, um sich in der Arbeitswelt allgemein und vor allem in Führungspositionen zu behaupten.

„Manchmal wird man als Frau beim ersten Gespräch schon kurz belächelt, doch wenn man dann klar stellt, dass man langjährige Erfahrung und entsprechendes Fachwissen mitbringt, dann denken die Männer in der Regel sehr schnell um“ so Antje Bürkle-Ebner.

„Selbstvertrauen. Das würde ich Frauen empfehlen. Mehr Selbstvertrauen zu haben. Ich denke dass deshalb so wenige Frauen in Führungspositionen sind, weil sie da zu zurückhaltend sind und sich nicht so gerne offen präsentieren“ so die andere Geschäftsführerin Sibylle Bürkle-Wilhelm.

Die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Wibke Steinhilber besuchte zusammen mit Ortsvorstandsmitglied Dr. Heike von Raven das Werbetechnik-Unternehmen Schöpfer in Reutlingen. Vor Ort konnten sie sich über die erfolgreichen Schritte des Unternehmens zur Frauenförderung informieren.

wft2012_friseur_800_400Vom Erfolg baden-württembergischer Unternehmerinnen konnte sich auch der stellvertretende Vorsitzende der Stuttgarter FDP, Michael Marquardt bei seiner Tour durch Untertürkheim am 8. März überzeugen. Auch dort gibt es viele Frauen, die erfolgreich ein kleines Unternehmen führen und das Stadtbild mit ihren Geschäften prägen. Im Stuttgarter Osten verteilten die Liberalen Tulpen und eine Karte mit dem Schiller Zitat „Es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen“. Susanne Winkler, Beisitzerin im Landesvorstand der Liberalen Frauen, Stadtgruppenvorsitzender Federico Busarello und Martin Silberer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit besuchten ganz unterschiedliche Frauen, um ihre jeweilige Rolle in unserer Gesellschaft zu beleuchten.

 

Die FDP-Fraktionsmitglieder Andrea Rieger, Julia Goll und Horst Sonntag aus dem Waiblinger Gemeinderat besuchten ebenso ein vorbildliches, von Frauen geführtes Unternehmen.

Was für die Frauen in der Region Stuttgart gilt, gilt landesweit: ohne Frauen geht es nicht.
Dass gleiche Arbeit gleich bezahlt werden muss, ist für alle diese Frauen keine Frage. Bei der Quote sind sie deutlich zurückhaltender. „Powerfrauen brauchen keine Quote“, war häufig die erste Reaktion. „Frauen brauchen verlässliche Rahmenbedinungungen, mehr Anerkennung für das, was sie leisten und mehr Mut, sich dem Wettbewerb zu stellen“. Aber so manche räumte auch ein: echte Gleichberechtigung ist noch lange keine Selbstverständlichkeit.