Obama mit bemerkenswerter Rede an das iranische Volk

Harald Leibrecht ist erfreut über die offensichtliche Kehrtwende in der amerikanischen Außenpolitik und das Angebot für einen Neubeginn in den Beziehungen zwischen Washington und Teheran.

Zum persischen Neujahrsfest hat US-Präsident Obama in einer bemerkenswerten Rede an das iranische Volk und die politische Führung in Teheran den rechtmäßigen Platz des iranischen Volkes in der Gemeinschaft der Nationen betont. Harald Leibrecht, FDP-Außenpolitiker aus dem Wahlkreis Neckar-Zaber, zeigte sich angetan vom neuen Washing-toner Stil: ?Die Rede von Präsident Obama zum iranischen Volk bedeutet eine absolute Kehrtwende im Vergleich zur oftmals martialischen Rhetorik seines Amtsvorgängers. Das Angebot einer echten Partnerschaft unter dem Hinweis auf die damit einhergehende Ver-antwortung erscheint aufrichtig. Der Aufruf zum Neubeginn in den amerikanisch-iranischen Beziehungen pünktlich zum iranischen Neujahrsfest Nowrus macht deutlich, dass hier je-mand versucht, auf andere Länder und Kulturen einzugehen und nicht von vornherein eine Achse des Bösen zu kreieren.?
Auch die Reaktion der iranischen Regierung, die den Vorschlag Obamas zum Neubeginn begrüßte, stimmt Leibrecht trotz weiterhin vorhandener Vorbehalte wegen des iranischen Nuklearwaffenprogramms positiv: ?Es ist oftmals so, dass es in der Diplomatie auf den richtigen Umgangston ankommt. Letztlich entscheidend wird nun aber sein, weitere Schritte der Annäherung einzuleiten. Hierzu wäre es hilfreich, wenn die Bundesregierung und einige ihrer europäischen Partner die Bemühungen der USA nicht mit voreilig hinter den Kulissen geschnürten Sanktionspaketen unterwandern, sondern die Gespräche konstruktiv unterstützen.?