Noll: Debatte über Einbürgerung und Integration nicht weiter emotionalisieren

Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Ulrich Noll, hat in der Diskussion über die Einbürgerung und Integration von Menschen muslimischen Glaubens zur Mäßigung aufgerufen. ?Auch angesichts brennender Botschaften sollten wir nicht durch überzogene Wortwahl die Stimmung noch weiter anheizen und zur allgemeinen Emotionalisierung beitragen? sagte Noll mit Bezug auf Äußerungen von Europaminister Stächele (CDU) und entsprechender Reaktio-nen des Grünen-Politikers Kretschmann. Nach den Worten von Noll sollte die Debatte über die Integration von einbürgerungswilligen Ausländern sachlich und seriös geführt werden. ?Klar ist für die FDP/DVP-Landtagsfraktion, dass integrationsfeindliche Signale zu unterlassen sind. Es darf sich bei ausländischen Mitbürgern, die Deutsche werden wollen, nicht der Eindruck fest-setzen, dass sie grundsätzlich nicht willkommen sind.? Gleichzeitig spreche sich die FDP/DVP-Landtagsfraktion mit Nachdruck dafür aus, bei der Einbürgerung die Bereitschaft zur Integrati-on im Gespräch abzufragen. ?Wer in Deutschland eingebürgert werden will, muss sich klar zum Grundgesetz, zur Meinungsvielfalt und Pluralität bekennen. Das gilt besonders auch für die gleichberechtigte Stellung der Frau in Familie und Gesellschaft?, sagte Noll.