Niebel: Keine Dumping-Preise durch Personal-Service-Agenturen erlauben

(Berlin) Zu wettbewerbsverzerrenden Praktiken bei Personal-Service-Agenturen erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dirk Niebel:

Die Bundesregierung weiß nichts von Dumping-Preisen bei durch Personal-Service-Agenturen (PSA) vermittelten Arbeitskräften. Das hat sie im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit mitgeteilt. Die PSA bekommen einen Zuschuss von den Arbeitsämtern, den sie in ihre Angebotskalkulation miteinbeziehen. Eine ausgebildete Bürokauffrau wurde in Berlin für 3,26 Euro pro Stunde angeboten, aber zu Tariflohn auf Kosten der Beitragszahler entlohnt. Ursprünglich sollten nur schwer vermittelbare Arbeitslose durch PSA vermittelt werden.

Dies erhärtet den Eindruck, dass die Bundesregierung ihr PSA-Konzept, einen Kernpunkt ihrer Hartz-Reform, auf dem Rücken der gewerblichen Zeitarbeitsunternehmen verwirklicht und deren Wettbewerbsfähigkeit zu Grunde richtet. PSA sind eine staatliche geförderte, unfaire Konkurrenz zu privaten Zeitarbeitsunternehmen. Private Unternehmen sind kostenbewusster, innovativer und engagierter beim Arbeitsmarktausgleich. Die Bundesregierung sollte private Arbeitsvermittlung fördern statt neue Subventionstatbestände und Kosten zu verursachen. Eine faktische Verstaatlichung der Zeitarbeit vernichtet Arbeitsplätze statt welche zu schaffen.