Mit Klaus Kinkel verlieren die Freien Demokraten eine Ausnahmepersönlichkeit und einen herausragenden Vertreter des Südwest-Liberalismus

„Mit Klaus Kinkel verlieren die Freien Demokraten eine Ausnahmepersönlichkeit und einen herausragenden Vertreter des Südwest-Liberalismus.

Wer das Glück hatte, ihm persönlich begegnet zu sein, wird ihn nicht vergessen. Er hatte die Fähigkeit auf Menschen zuzugehen, sie für sich einzunehmen. Er war ein feiner Mensch und Menschenfreund. Sein Tod macht mich sehr traurig.

Die Verdienste von Klaus Kinkel sind zahlreich: Zusammen mit Hans-Dietrich Genscher war er in Zeiten großer innen- und außenpolitischer Herausforderungen Verteidiger des liberalen Rechtsstaats. Als Justizminister war er mit Wolfgang Schäuble Architekt des Einigungsvertrags, als Außenminister hat er die Europäische Einigung und Währungsunion maßgeblich gestaltet und sich unermüdlich für die deutsch-israelische Freundschaft eingesetzt. Doch auch für seinen Einsatz für Kinder und Menschen mit Behinderungen wird Klaus Kinkel in Erinnerung bleiben.

Seine Wurzeln lagen im Südwesten. Legendär waren seine schwäbischen Redewendungen, die Klaus Kinkel nicht nur daheim, sondern auch auf der großen internationalen politischen Bühne gerne zum Besten gegeben hat.

Mein persönliches Mitgefühl gilt nun seiner Frau Ursula und seinen Kindern, denen ich viel Kraft wünsche.“