Minister Ernst Pfister zieht positive Bilanz seiner Wirtschaftsdelegationsreise nach Polen und Tschechien:

(Stuttgart) Baden-Württembergs Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident, Ernst Pfister, hat heute in Prag zum Abschluss einer viertägigen Wirtschaftsdelegationsreise nach Polen und Tschechien eine positive Reisebilanz gezogen. ?Die Unternehmenskontakte im Rahmen der Kooperationsbörsen haben zahlreiche neue Anstöße für Partnerschaften zwischen polnischen bzw. tschechischen und baden-württembergischen Unternehmen gegeben. Die gleichzeitig erfolgten Gespräche auf politischer Ebene haben bei mir in den festen Eindruck hinterlassen, dass die in beiden Ländern begonnenen Strukturreformen energisch fortgeführt und in den nächsten Jahren zu einem noch günstigeren Investitionsklima beitragen werden.?


Pfister lud die Gesprächspartner in Warschau anlässlich des für 2005 geplanten ?Polnischen Jahres in Deutschland? zu einem ?Wirtschaftstag Polen? in Baden-Württemberg ein. In Prag vereinbarte Minister Pfister mit dem tschechischen Minister für Industrie und Handel, Milan Urban, bis Ende 2005 zusammen mit anderen europäischen Kernregionen Möglichkeiten zur Intensivierung der Kooperation u.a. im Bereich der Umwelttechnologie zu prüfen.

Im Mittelpunkt der Reise nach Warschau und Prag standen die dort von Baden-Württemberg International (vormals GWZ) zusammen mit der Polnisch-Deutschen bzw. Tschechisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer organisierten Kontakt- und Kooperationsbörsen. 18 Vertreter baden-württembergischer Unternehmen aus den verschiedensten Branchen (Maschinen- Werkzeug- und Formbau, Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Chemietechnik, Software, Innenausbau, Lebensmittel, Biokosmetik und Spedition) hatten in den letzten Tagen mit polnischen und tschechischen Partnern Gespräche zur Anknüpfung von Geschäftskontakten sowie über Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit geführt.

„Das Handelsvolumen zwischen Baden-Württemberg und Polen und Tschechien hat sich in den letzten Jahren stark erhöht“, sagte der Minister. „Tschechien war 2003 der stärkste Handelspartner Baden-Württembergs in den MOE-Staaten. Das Handelsvolumen Baden-Württemberg / Tschechien belief sich auf 5,267 Mrd. Euro, gefolgt von Ungarn mit 4,015 Mrd. Euro und Polen mit 3,110 Mrd. Euro.

Dem entspricht auch die Ausfuhrstatistik 2003 des Landes Baden-Württemberg, in der Tschechien auf Rang 12 rangiert mit Ausfuhren in Höhe von 2,379 Mrd. Euro (+ 6,5 % zum Vorjahr) und Polen auf Rang 14 mit 1,845 Mrd. Euro (- 0,7 % ). „Bei den Einfuhren nach Baden-Württemberg steht Tschechien auf Rang 10 mit 2,888 Mrd. Euro (+ 27,2 %) und Polen auf Rang 15 mit 1,266 Mrd. Euro (+ 13,5 %).“

Maschinen seien dabei mit circa 20 Prozent mit Abstand die größten Ausfuhr- und Einfuhrerzeugnisse, so Pfister. Nur bei der Einfuhr aus Polen würden sie übertroffen von Kraftwagen und Kraftwagenteilen.

Sowohl in Warschau und Prag hatte Pfister Gespräche mit Regierungsmitgliedern geführt und so die seit langem bestehenden Kontakte fortgesetzt. Nach seinen Worten ging es beiden Seiten in erster Linie um die politische Flankierung von Unternehmenskontakten.

Die Staaten Mittel- bzw. Osteuropas waren bereits in den vergangenen Jahren ein regionaler Schwerpunkt der Außenwirtschaftsaktivitäten des Landes. Allein in den Jahren 1998 bis 2003 fanden 31 Kooperationsbörsen, Firmengemeinschaftsausstellungen und Katalogausstellungen in diesen Ländern statt. In diesem Jahr fanden bereits Kooperationsbörsen in Bulgarien und Ungarn statt. Weitere Zielländer werden im Jahr 2004 neben Polen und Tschechien die Slowakei, Estland, Lettland, Litauen und Rumänien sein.