MEINHARDT:Nein zum Ausbildungsbonus

BERLIN/ KARLSRUHE Zu den heutigen Äußerungen von Bildungsministerin Annette Schavan zum Ausbildungsbonus und zu Altbewerbern erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Patrick MEINHARDT:

Ein derart bürokratischer Ausbildungsbonus ist durch und durch mittelstandsfeindlich. Deswegen kommt von der FDP-Bundestagsfraktion ein klares Nein.
Unser Problem sind die Altbewerber: 46 Prozent im Jahr 2005, 50 Prozent im Jahr 2006, 54 Prozent in diesem Jahr – und die Bundesregierung lässt jede Initiative vermissen. Baden-Württemberg und Niedersachsen zeigen, wie es geht: Unternehmer, die einen neuen Ausbildungsplatz für einen Altbewerber schaffen, erhalten einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent. Es hat lange gedauert, bis diese Botschaft auch bei der Ministerin angekommen ist. Dies zeigt, dass die Ministerin nicht in der Lage ist, eigene Konzepte zu entwickeln und sie in der Regierungskoalition durchzusetzen. Die Ministerin muss aus ihrer politischen Warteschleife heraus, damit sie jungen Menschen helfen kann, aus deren beruflicher Warteschleife herauszukommen.