Meinhardt: Rekord-Sitzenbleiberzahlen sind schallende Ohrfeige für Grün-Rot

Zu den stark gestiegenen Sitzenbleiberzahlen in Baden-Württemberg und der Einschätzung von Kultusminister Stoch hierzu erklärt der FDP-Generalsekretär Patrick Meinhardt:

 

Die Rekord-Sitzenbleiberzahlen sind eine schallende Ohrfeige für Grün-Rot!

Die Zahl der Sitzenbleiber an Realschulen in der Eingangsklasse hat sich innerhalb von drei Jahren grün-roten Bildungschaos in Baden-Württemberg von 0.7 Prozent auf 4.4 Prozent mehr als versechsfacht und an Gymnasien von 0.4 Prozent auf 1.6 Prozent vervierfacht.

Mir tun die Kinder leid, die zum Versuchskaninchen dieser Landesregierung werden!

Baden-Württemberg braucht kein Abschaffen des Sitzenbleibens, sondern bessere Beratung in der Grundschule, mehr Beteiligung der aufnehmenden Schule, eine gleiche Förderung aller Schulen in unserem Land und eine bessere Duchlässigkeit in den Klassen 5 und 6.

Dass aber der Kultusminister sich jetzt auch noch hinstellt und die Eltern auffordert, sich wieder mehr an den Grundschulempfehlungen zu orientieren, deren Verbindlichkeit diese Regierung aufgehoben hat, schlägt dem Fass den Boden raus.

Wenn im Moment in einer fünften Klasse einer Realschule gerade noch knapp 3 von 5 Schülern eine Realschulempfehlung haben, aber 24 Prozent eine Haupt- und Werkrealschul- und 18 Prozent eine Gymnasialempfehlung, dann ist doch offensichtlich, dass im Lande Baden-Württemberg etwas schief läuft.

Die dilettantische Aufhebung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung hat sofort zu einer Halbierung der Fünftklässlerzahlen an Haupt- und Werkrealschulen geführt. Und das war politisch gewollt, um diese Schulart, die ohnehin leider keinen guten Ruf mehr hatte, so zu zerschießen, dass Anträge auf Gemeinschaftsschulen gestellt werden.

Eltern, Lehrer und Schulen werden hängen gelassen, mehr Kinder werden zu Bildungsverlierern, unser Schulsystem wird ungerechter. Das ist das ernüchternde und beschämende Fazit bisheriger grün-roter Bildungspolitik in Baden-Württemberg!