Meinhardt: „Mit der SPD ins bildungspolitische Niemandsland“

Die widersprüchlichen Äußerungen zwischen dem SPD-Bildungsexperten Jörg Tauss und SPD-Landtagsfraktionschef Wolfgang Drexler, kommentiert der bildungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt:

Die SPD gibt im Wahlkampf ein jämmerliches Bild ab. Der Bereich der Bildung ist wesentlicher Bestandteil der aktuellen Föderalismusreform. Nur widersprechen sich der SPD Generalsekretär Jörg Tauss und SPD-Landtagsfraktionschef Drexler so heftig, dass man sich fragt, was die SPD eigentlich vorhat. Dieses sozialdemokratische Chaos in Sachen Bildung kann nicht gut für das Land sein. Die SPD führt uns ins bildungspolitische Niemandsland. Vor allem Jörg Tauss? bildungspolitischer Zentralismus ist barer Unsinn.

Patrick Meinhardt macht in diesem Zusammenhang auf die Berufsakademie in Baden-Württemberg aufmerksam. Die in Baden-Württemberg erprobte Verbindung zwischen Studium und Praxis ist zum Erfolgsmodell geworden. Dies zeigt: Wir brauchen keine zentralistischen Bildungsvorschriften, sondern einen Wettbewerb der besten Bildungseinrichtungen um die beste Bildung.

Nur in einem wirklichen Bildungsföderalismus kann ein Wettbewerb um die besten Ideen entstehen, die letztlich allen zugute kommen. Die Warnungen vor bildungspolitischer Kleinstaaterei führender SPD-Politiker wie Jörg Tauss verdeutlichen: Die SPD hat sich noch nicht von den Heilsversprechen eines einheitlichen bürokratischen Bildungssystem getrennt. Baden-Württemberg braucht im Wettbewerb um die besten Bildungseinrichtungen keine Angst zu haben, ins Hintertreffen zu geraten.

Bildung ist Ländersache, Bildung muss Ländersache bleiben.