Meinhardt: KMK reformiert die deutsche Sprache zu Tode

(Stuttgart) Zum Abschluss der Kultusministerkonferenz erklärt der bildungspolische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt:

Und wieder einmal verdeutlicht uns die Kultusministerkonferenz (KMK) ihr eigenes Versagen. Beispiellos ist die quälend lange Zeit von 10 Jahren, um eine simple Rechtschreibreform auf den Weg zu bringen. Die KMK reformiert uns die deutsche Sprache noch zu Tode.

Die KMK hat deshalb ausgedient. Sie muss zusammen mit der Bund-Länder Kommission durch eine schlanke Bildungskonferenz ersetzt werden. Wir brauchen in Deutschland keinen bildungspolitischen Einheitsbrei, sondern Vielfalt, Wettbewerb und Freiheit vor Ort. Gerade im bildungspolitischen Bereich gibt es wichtigeres als eine Rechtsschreibreform. Noch immer gibt es bei Kindern erhebliche Defizite im Bereich der Sprachen. Wir müssen dafür sorgen, dass zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr verbindliche Sprachtests und daran anschließende individuelle Förderungen angeboten werden.

Auch die Fremdsprachen sollten in der frühkindlichen Erziehung eine wichtige Rolle spielen. Der Kindergarten darf jedoch nicht verschult werden. Kinder müssen dort spielerisch den Umgang mit einer fremden Sprache erlernen können. Priorität in der Bildungspolitik muss es sein, die Sprachfähigkeiten der Kinder in Deutsch deutlich zu verbessern. Darüber hinaus ist gerade die Aufnahmefähigkeit für eine Fremdsprache in den frühen Jahren immens hoch. Deshalb ist es richtig, dass das spielerische Erlernen der englischen Sprache oder der Sprache des Nachbarn fester Bestandteil der frühkindlichen Bildung wird.