Meinhardt: Bundesagentur für Arbeit entmachten, überbetriebliche Ausbildung stärken

(Berlin) Zu den Äußerungen der Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Ingrid Sehrbrock zur Zukunft des Ausbildungspaktes und der aktuellen Lehrstellenlücke erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Patrick Meinhardt:

Bevor Gewerkschaftsfunktionäre Ratschläge für mehr Ausbildungsplätze erteilen, sollten sie endlich einmal selber so viele Lehrlinge ausbilden, wie sie könnten. Die Bundesagentur für Arbeit hat schon zu oft bewiesen, dass sie nicht Lösung, sondern Teil des Problems ist. Der Lehrlingsmarkt geht längst an der Bundesagentur für Arbeit vorbei, viele Lehrstellen werden dort nicht mehr gemeldet.

Wer den nationalen Pakt für Ausbildung wirklich stark machen will, muss die überbetriebliche Ausbildung fördern. Es ist blanker Zynismus, dass die schwarz-rote Bundesregierung, ebenso wie die rot-grüne Vorgängerregierung die Förderung für die überbetriebliche Ausbildung innerhalb von 7 Jahren von über 70 auf unter 30 Millionen Euro zurückgefahren hat. Hier muss die Bundesregierung endlich Gas geben.

Eine sinnvolle Politik für mehr Lehrstellen kann genau hier ansetzen. Stärken wir kleine und mittlere Betriebe und entziehen wir dem Bürokratiemoloch Bundesagentur für Arbeit endlich die Zuständigkeit für Ausbildung.