Meinhardt: Baden-Württemberg braucht ein Schulfreiheitsgesetz

Zur Forderung der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände nach der Selbständigen Schule für Baden-Württemberg erklärt der Generalsekretär der FDP Baden-Württemberg Patrick Meinhardt:

Die Arbeitgeberverbände rennen mit ihrer Forderung nach einer Selbständigen Schule für Baden-Württemberg bei uns Liberalen weit geöffnete pädagogische Türen ein. Die Schule weiß am besten selbst, was für die Schüler am besten ist. Diese pädagogische Binsenweisheit ist leider nicht Kernüberzeugung des Kultusministeriums, das mehr von oben verordnet, als dass es von unten wachsen lässt.

Bildung für jeden einzelnen wird dann besser, wenn wir nicht in Hinterzimmern von Bürokraten entscheiden lassen, sondern Schüler, Eltern und Lehrer vor Ort die wesentlichen Entscheidungen gemeinsam vorbereiten und tragen. Hierfür brauchen die Schulen mehr Eigenverantwortung gerade bei der Personalplanung und beim Budget.

Sowohl in Niedersachsen als auch in Hessen haben gerade Liberale gezeigt, dass mehr Freiheit in der Entscheidung vor Ort die flexible Förderung jedes einzelnen, das Verantwortungsgefühl füreinander und die Praxisnähe von Schulen stärkt.

Deswegen fordern wir die grün-rote Landesregierung auf, aus der ideologischen Förderung einer Schulart auszusteigen und allen Schulen in unserem Land die notwendigen Ressourcen eigenverantwortlich zur Verfügung zu stellen. Was Baden-Württemberg wirklich braucht, ist ein Schulfreiheitsgesetz, um die eigenverantwortliche Schule auch überall vor Ort Wirklichkeit werden zu lassen.