Liberale sorgen für Bildungsfreiheit vor Ort

Stuttgart/ Berlin Zum Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Realschule Ostheim in Stuttgart erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Patrick MEINHARDT:

Die Stippvisite der Bundeskanzlerin in Stuttgart in Sachen Bildung kann für sie ein lehrreiches Beispiel sein, wenn sie genau zuhört und hinschaut.

Baden-Württembergs Bildungssystem ist so stark, weil es nicht vor dem Zeitgeist der Einheitsschule einknickt und sich auch künftig nicht vom Bund zentralistisch hineinregieren lassen will ? dafür sorgen die Liberalen.

An der Stuttgarter Realschule Ostheim wurden langjährige FDP-Forderungen umgesetzt und eine Vorzeigeschule geschaffen. Enge Kooperationen mit wirtschaftlichen, sozialen und staatlichen Einrichtungen vor Ort bereiten die Schüler besser auf das Berufsleben vor. Hausaufgabenhilfe und Förderung von Lernschwachen sind als Nachmittagsangebote Teil des Schulalltags, ohne dass es eine Verpflichtung für alle Schüler gibt. Denn eins ist klar: Schüler müssen auch Zeit für die Familie, für sich, Vereine und Freunde haben.

Die Bundeskanzlerin muss erkennen, dass man durch ein bisschen Bund und ein bisschen Land in der Bildungspolitik Schulen nicht verbessert, sondern nur Bürokratie erhöht und das Förderchaos damit wächst. Je selbständiger Schulen über ihr Angebot und ihr Bildungsprofil entscheiden können, desto mehr Schulen wie in Stuttgart Ostheim wird es geben.

Ostheim ist aber auch ein Zeichen dafür, dass wir noch viel mutiger und viel schneller den Schulen echte Verantwortung geben müssen. Nur durch mehr Bildungsfreiheit vor Ort werden wir unsere Schulen fit fürs 21. Jahrhundert machen.