Leibrecht: Ist ein Ende des thailändischen Dauerkonflikts möglich?

BERLIN. Zu neuerlichen schweren Unruhen in Thailand und der Besetzung des Flughafens von Bangkok durch die oppositionelle Volksallianz für Demokratie (PAD) äußert sich der Südostasienexperte der FDP-Bundestagsfraktion Harald LEIBRECHT:

?Es scheint fast so als würden sich beide Seiten, sowohl die regierende Volksmachtpartei (PPP) als auch die oppositionelle Volksallianz für Demokratie (PAD), in ihrem Dauerkonflikt einrichten?, so Leibrecht. Es werde sich nun zeigen, ob die aktuelle PAD Aktion eine letzte Offensive ist oder ob sich der Konflikt weiter hinziehen werde. Leibrecht fügt hinzu: ?Die Folgen der seit Monaten andauernden Streitigkeiten tragen auf jeden Fall die thailändische Wirtschaft, da Touristen und Investitionen ausbleiben, und die noch jungen und labilen demokratischen Strukturen in Thailand, die durch die jetzige Situation immer mehr geschwächt werden.? Opposition wie Regierung seien weiterhin dazu verpflichtet, sich der Deeskalation der jetzigen Situation zu widmen. Thailand dürfe nicht weiter destabilisiert werden. ?PPP und PAD müssen sich an die demokratischen Spielregeln halten und den Verzicht von Gewalt erklären und sollten sich vor Augen führen, dass sie ihr Land auf dem augenblicklichen Weg in eine tiefe Krise führen. Besonders die regionalen Partner der südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) sind gefordert als externe Vermittler die Situation in Thailand zu beruhigen?, erklärt Leibrecht abschließend.