Laurischk: FDP begrüßt klares Wort des Bundesgerichtshofs zur Ächtung der Genitalverstümmelung

(Berlin) Zur heutigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs, wonach der deutsche Staat ausländischen Eltern die Verbringung ihrer Tochter in ihr Heimatland verbieten kann, wenn dieser dort eine Genitalverstümmelung drohe, erklärt die Familienrechtsexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Sibylle Laurischk:

Die FDP-Bundestagsfraktion begrüßt die mutige Entscheidung des Bundesgerichtshofs ausdrücklich. Es ist erfreulich, dass der Bundesgerichtshof keinen Zweifel offen lässt. Genitalverstümmelungen sind durch nichts zu rechtfertigen. Droht eine solche grausame und nicht rückgängig zu machende Behandlung, muss das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern hinter dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit zurücktreten. Das Kind muss vor einem irreparablen physischen und psychischen Schaden bewahrt werden. Hier sind auch die Behörden, insbesondere die Jugendämter, in der Pflicht, alles Erdenkliche zu tun, um derartiges Unrecht wirksam zu verhindern.