Laurischk: „Debatte zur Auswanderung von Hochqualifizierten muss ehrlich geführt werden“

(Berlin) Zu Berichten, wonach DIHK Präsident Ludwig Georg Braun den Verlust hochqualifizierter Arbeitskräfte ins Ausland fürchtet, erklärt die integrations- und migratiospolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Sibylle Laurischk:

Seit Jahren ist ein stetiger Trend zur vermehrten Auswanderung aus Deutschland zu beobachten. Dem DIHK ist zuzustimmen, dass dies ein Alarmzeichen ist. Allerdings in doppelter Hinsicht: einerseits wandern immer mehr sehr gut qualifizierte Deutsche aus, andererseits schafft es Deutschland nicht, hochqualifizierte ausländische Arbeitskräfte anzuwerben.

Einseitige Schuldzuweisungen an Politik oder Wirtschaft sind unangebracht. Es muss genau geprüft werden, wie die Regelungen für die Anwerbung ausländischen Spitzenpersonals so geändert werden können, dass Deutschland wieder attraktiver wird. Auch der Trend zur Auswanderung wird sich nur umkehren, wenn die Standortbedingungen für die Wirtschaft mit denen anderer Industrienationen vergleichbar sind. Wahr ist aber auch: Spitzenpersonal im Ausland verfügt über eine wesentlich bessere Gehaltsstruktur, worauf die deutsche Wirtschaft eine Antwort finden muss.

Um die Datenlage im Bereich der Auswanderung genauer zu beleuchten, wird die FDP-Bundestagsfraktion in dieser Woche eine Große Anfrage zu dieser Thematik in den Deutschen Bundestag einbringen.