Klare Standpunkte in Zollernalb

Es wurde Zeit, dass die wunderschöne Landschaft um Hohenzollern eine deutliche Stimme der politischen Mitte zu hören bekommt. Und diese Zeit war der gestrige Abend, als sich in Balingen prominente Liberale aus Bund und Land einfanden, um der Kraft der Freiheit ein Gesicht zu geben.

Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Siegfried Rall stellte sich der Bundestagskandidat der FDP im großen Wahlkreis Sigmaringen-Zollernalb vor als ein Mann, der Erfahrung, Ideale und Tat eindrucksvoll verbindet. Wolfgang Dobler ist das liberale Angebot und es wird Zeit, dass in dieser Region die Kraft der Mitte damit auch ein selbstbewusstes Gesicht bekommen hat.

Was es bedeutet, wenn Liberale mitreden, zeigte der FDP-Wirtschaftsminister Ernst Pfister für Baden-Württemberg in eindrucksvollen Worten: Er rief den Leuten ins Bewusstsein, dass Wirtschaft und Gesellschaft auf einem leistungsfähigen Mittelstand gegründet sind: 99.5% der Betriebe haben weniger als 500 Mitarbeiter und diese liefern 2/3 der Steuern und bieten 80% der Arbeitsplätze an. Mittelstandpolitik ist Zukunftspolitik, wobei dieser aber von Politikern von schwarz, rot und grün nur am Sonntag hofiert wird. Unter der Woche kümmern sich die Liberalen als einzige um Selbständige, kleine und mittlere Unternehmen. Dies machte Ernst Pfister am Beispiel der Erbschaftssteuerregelungen deutlich, die von Unternehmern Voraussagen über wirtschaftliche Entwicklungen abverlangen, wie sie kein Wahrsager erbringen kann. ?Wenn wir es nicht schaffen, der Erbschaftsteuer diese Giftzähne zu ziehen, dann muss sie ganz abgeschafft werden. Schließlich wird da nur versteuert, was schon ?zig Mal versteuert wurde.?, so Pfister eindeutig.

Dirk Niebel machte an der Bundespolitik deutlich, wie stark die ganze Republik die liberale Kraft braucht. Angesichts der stetig schrumpfenden Mittelschicht steht das Wohl des ganzen Landes auf dem Spiel. Dagegen stemmen sich die Liberalen mit ihrem Konzept einfacherer, niedrigerer und endlich gerechterer Steuern. ?Die schwarz-rote Koalition nutzt die Konjunkturkrise doch nur als Deckmäntelchen für ihre Politik der höchsten Steuern und der höchsten Schulen?, so der Generalsekretär der FDP. Linke Politik bedeutet, dass das Abkassieren, dass die Steuerlast weitergeht. ?Wir sind schließlich nicht in Hollywood. Hier braucht niemand einen Oskar?, riet Dirk Niebel den über hundert Gästen, die gekommen waren.

Birgit Homburger machte als Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der Liberalen im Südwesten klar, worum es bei der Kraft der Freiheit geht. Sie stellte fest, dass ein wachsender Teil der deutschen Bevölkerung der Gleichheit vor der Freiheit den Vorzug gebe. ?Aber Gleichheit hat dieses Land nicht groß gemacht. Es waren Freiheit, Leistungsbereitschaft und der Geist des Unternehmertums, die diesen Wohlstand und diese Demokratie geschaffen haben?, so Birgit Homburger. Als Kraft der Mitte stehen in der Zwischenzeit nur noch die Liberalen. Dies zeigt sich auch in einer Gesellschaft, die Verantwortung braucht, um zusammen leben zu können. Als Beispiel nennt Birgit Homburger die Erziehung der Kinder, zu denen ?es nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht gibt.? Das ist aber nicht nur Aufgabe der Eltern, sondern des gesamten Umfelds, die mithelfen müssen, wenn Kinder Zuwendung und Aufmerksam brauchen. ?Das gilt für Nachbarn, Freunde, Bekannte und die weitere Familie?, so die Spitzenliberale.
Der gesellschaftliche Zusammenhalt sei gerade für ländliche Gegenden wichtig. Diese will die FDP-Landesvorsitzende stärker in den Mittelpunkt stellen. Gerade im Bereich der Kulturlandschaftspflege seien bäuerliche Unternehmen die Träger, die nicht durch Bürokratie und schlechte Infrastrukturbedingungen immer mehr in den Nachteil geraten dürfen.

Ein weiterer Abend, der gezeigt hat, dass die Liberalen in der Mitte der Gesellschaft stehen und sich konkret um die Anliegen der Menschen kümmern.