Justizminister stellt sein Amt zum Jahresende zur Verfügung

(Stuttgart) Der baden-württembergische Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) wird zum
31. Dezember 2002 sein Amt als Justizminister und Ausländerbeauftragter der Landesregierung zur Verfügung stellen. Zu Beginn des neuen Jahres wird er als Partner in eine Rechtsanwaltskanzlei eintreten. Goll gehörte der baden-württembergischen Landesregierung seit dem 12. Juni 1996 an und ist der dienstälteste amtierende Justizminister in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Landesvorsitzende, Walter Döring, der Fraktionsvorsitzende, Ernst Pfister, und die Mitglieder des Landesvorstandes sowie der Landtagsfraktion dankten Ulrich Goll für seine hervorragende Arbeit als Justizminister in Baden-Württemberg. Döring sagte: „Ulrich Goll hat in 6 1/2 Jahren dafür gesorgt, dass die Justizpolitik zu einem wichtigen Thema der Landespolitik geworden ist. Mit seinen Initiativen zur Rechtspolitik hat er sich auch einen hervorragenden Ruf über die Grenzen des Landes hinaus erworben. Wir bedauern seinen Schritt sehr.“

Der Justizminister erklärte: „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Nach etlichen interessanten beruflichen Stationen unter anderem als Hochschullehrer und Personalchef des Südwestfunks sowie zuletzt fast sieben Jahren im Amt des Justizministers strebe ich noch einmal eine neue berufliche Herausforderung an. Besonders freue ich mich darüber, dass ich während meiner Amtszeit einen Beitrag dazu leisten konnte, dass Baden-Württemberg das sicherste Bundesland in ganz Deutschland ist. Die baden-württembergische Justiz präsentiert sich nach wichtigen und erfolgreichen Reformprojekten heute als modern, bürgernah und leistungsstark. Sie garantiert nicht nur Gerechtigkeit für unsere Bürger sondern ist auch ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor für den Wirtschaftsraum im Südwesten. Ich bedanke mich bei allen, die es mir ermöglicht haben, Verantwortung für die Zukunft unseres Landes zu übernehmen.?