?Jetzt alles tun, um die konjunkturellen Rahmenbedingungen zu verbessern?

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister nahm die neuen Arbeitsmarktzahlen zum Anlass, erneut eine steuerliche Entlastung insbesondere auch der kleinen und mittelständischen Unternehmen zu fordern. ?Wir dürfen uns von dem leichten Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt nicht täuschen lassen. Die Konjunktur hat die Talsohle erreicht, der Arbeitsmarkt leider noch nicht?, so der Minister wörtlich. Nachdem erste konjunkturelle Hoffnungsstreifen sichtbar seien, komme es nun darauf an, alles zu tun, diesen Trend zu verstetigen. ?Ich erwarte von der neuen Bundesregierung, dass sie die kleinen und mittelständischen Unternehmen zügig über eine mittelstandsfreundliche Steuerpolitik entlastet. Insbesondere die schädliche Substanzbesteuerung muss weg, die einen Einzelhändler sogar bei Verlusten auf seine Ladenmiete Steuern zahlen lässt. Dringend korrigiert werden muss auch die bei Familienunternehmen regelrecht arbeitsplatzvernichtende Erbschaftssteuer.? Das Land leiste seinerseits über die Bereitstellung von Bürgschaften insbesondere für mittelständische Unternehmen sowie die Förderung von Innovation, Bildung und Weiterbildung seinen Beitrag. Die Akteure auf dem Arbeitsmarkt forderte Pfister auf, auch weiterhin alle Anstrengungen zu unternehmen, Beschäftigung zu sichern.

In diesem Zusammenhang verwies der Minister auf den soeben erschienenen Jahreswirtschaftsbericht, der einen kompakten Überblick bietet über die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2008 und im ersten Halbjahr 2009. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise ist das Schwerpunktthema des Berichts diesmal die Mittelstandsfinanzierung in Baden-Württemberg. Für Pfister ist die vergleichsweise gute Kapitalversorgung der kleinen und mittleren Unternehmen im Land eine Folge der stabilen Beziehung zu den regional verankerten Hausbanken, insbesondere zu den Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Pfister: „Es bleibt für mich eines der wichtigsten Ziele , die Unternehmen, die sich auf einer ansonsten gesunden Basis befinden, bei kurzfristigen Liquiditätsproblemen angemessen zu unterstützen“. Die Landesregierung habe ihren Bürgschaftsrahmen 2009 von vormals 150 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro erhöht und auch die L-Bank, die Bürgschaftsbank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) hätten durch verbesserte Konditionen und zusätzliche Mittel wichtige Beträge geleistet, um die Folgen der Krise für den Mittelstand abzumildern.