Innovation für kleine und mittlere Unternehmen

Den 1.000. Förderantrag auf Innovationsgutscheine hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg heute positiv entschieden. Der Firma DAUSCH Technologies GmbH in Karlsruhe wurden 7.500 Euro bewilligt. Zusammen mit dem Steinbeis-Transferzentrum Prozesskontrolle und Datenanalyse in Reutlingen wird die Firma mit dem Innovationsgutschein neue Anwendungsbereiche für ein Online-/Inline-Messsystem entwickeln, das für die Qualitätskontrolle in der Getränkeindustrie eingesetzt wird. „Mit dieser Innovation, die kurz vor der Abfüllmaschine zum Einsatz kommt, können jegliche Arten von Softdrinks und zukünftig auch Fruchtsäfte und Biermischgetränke in kürzesten Zeitintervallen einer
100-prozentigen Qualitätskontrolle unterzogen werden“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister.

Seit Frühjahr 2008 werden in Baden-Württemberg Innovationsgutscheine im Rahmen eines Modellvorhabens ausgegeben und die Nachfrage ist seither kontinuierlich gestiegen. Zum Zuge kommen ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten und höchstens 20 Millionen Euro Umsatz. Die Unternehmen können die Gutscheine bei öffentlichen oder privaten Einrichtungen weltweit einlösen.

Mehr als 1.370 Anträge sind bereits eingegangen und die Antragsqualität ist äußerst gut. „85 Prozent der Anträge wurden bewilligt. Besonders erfreulich ist, dass eine große Anzahl von Unternehmen unter den Antragstellern ist, die bislang keine Kooperation mit externen Forschungs- und Entwicklungsdienstleistern eingegangen waren“, so der Wirtschaftsminister. Zudem sind sehr viele kleine Unternehmen unter den Antragstellern: rund 46 Prozent beschäftigen weniger als fünf Angestellte.

Die meisten Anträge auf Innovationsgutscheine kamen bisher mit rund 62
Prozent aus dem verarbeitenden Gewerbe. Dabei sind besonders viele aus den Bereichen Maschinenbau, Metallbe- und -verarbeitung, Kunststofftechnik, Medizintechnik und Messtechnik. Andere stark vertretene Branchen sind mit rund 21 Prozent die unternehmensorientierten Dienstleistungen und mit fünf Prozent das Baugewerbe. Auch das Handwerk ist in seiner ganzen Branchenbreite gut vertreten.

Die meisten Kooperationspartner, die in den Anträgen genannt werden, sind mit 55 Prozent private Institute oder Unternehmen, gefolgt von Universitäten und Hochschulen mit insgesamt rund 20 Prozent. 13 Prozent der Kooperationspartner sind Steinbeis-Einrichtungen und sechs Prozent Institute der Fraunhofer Gesellschaft.

Weitere Informationen und Antragsunterlagen sind unter www.innovationsgutscheine.de abrufbar.