Homburger: Mülltrennung über „Gelbe Tonne Plus“ hinaus vereinfachen

(Berlin) In Leipzig ist heute das Piltotprojekt „Gelbe Tonne Plus“ gestartet worden. Danach sollen zukünftig in der gelben Tonne nicht mehr nur Verpackungsabfälle, sondern auch Elektrogeräte, Kunststoffe oder Metall entsorgt werden. Hierzu erklärt die stellvertretende Vorsitzende und umweltpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger:

Die FDP fordert die Vereinfachung der Mülltrennung. Über eine gemeinsame Sammlung von grauer und gelber Tonne und eine maschinelle Trennung können mehr verwertbare Abfälle aussortiert und verwertet werden. Das Projekt „Gelbe Tonne Plus“ ist ein Modell. Bundesweit gibt es eine Vielzahl weiterer Modellversuche mit ersten Ergebnissen, die auch Restmüll umfassen.
Das früher für die getrennte Sammlung der Verwertungsabfälle zu Recht angeführte Argument, eine ökologisch hochwertige Verwertung verlange eine getrennte Erfassung, kann in dieser Allgemeinheit keine Geltung mehr beanspruchen. Das wird auch das Pilotprojekt in Leipzig zeigen.

Im Jahr 2002 betrug die Menge der in Sammelsystemen für Leichtverpackungen gesammelten Abfälle rund 2,3 Millionen Tonnen. Davon wurden aber nur 1,4 Mio. Tonnen oder lediglich 58 Prozent der Verwertung zugeführt. Nach Restmüll-Analysen des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz sind aber in häuslichen Restabfällen Wertstoffanteile von bis zu 54 Prozent feststellbar. Bei Untersuchungen in Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wurde festgestellt, daß in Einzelfällen höhere Verpackungsmengen im Restabfall als im gelben Sack bzw. der gelben Tonne vorkommen.
Die FDP hat deshalb einen Antrag zur Vereinfachung der Mülltrennung in den Deutschen Bundestag eingebracht.