Homburger: „Verwirklichung der Chancengleichheit ist Alltagsaufgabe“

(Stuttgart) Die Landesvorsitzende der Südwest-FDP und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, erklärt anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages:

„Die Verwirklichung der Chancengleichheit von Männern und Frauen bleibt nach wie vor ein wichtiges Thema der Politik, nicht nur am Internationalen Frauentag. Dies ist eine Aufgabe, der wir uns jeden Tag neu stellen müssen. Hier gilt es vor allem, durch den bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit auch die Berufschancen von Frauen zu verbessern.

Wir sollten jedoch auch die Augen nicht vor der Unterdrückung der Frauen in vielen Ländern verschließen. Am vergangenen Sonntag haben wir Bilder von blutenden und an den Haaren über die Straße gezerrten Frauen in Istanbul gesehen, als die Polizei gewaltsam gegen eine völlig friedliche Frauendemonstration anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages vorging. Diese Menschenrechtsverletzungen sind unerträglich und müssen immer wieder thematisiert werden. Hier hat die Bundesregierung wiederholt auf ganzer Linie versagt. So hat sie auch gegenüber der Türkei erneut keine Position gegen diese eklatanten Menschenrechtsverletzungen ergriffen.

Dies wäre auch ein wichtiges Signal für Deutschland gewesen. Denn die Bedrohung und Unterdrückung islamischer Frauen und Mädchen, die auch in unserem Land existiert, ist in keiner Weise akzeptabel. Hier gilt es, sich hier in aller Klarheit gegen den Angriff auf unveräußerliche Menschenrechte, auf unsere Wertvorstellungen und auf die freiheitlich demokratische Grundordnung zur Wehr setzen. Deshalb hat die FDP eine Bundesratsinitiative zur Bekämpfung der Zwangsheirat durchgesetzt. Die Zwangsheirat muss als eigener Straftatbestand gelten. Nur so kann verhindert werden, dass das Selbstbestimmungsrecht der Frauen durch überkommene Traditionen und Bräuche ausgehöhlt wird. Hier müssen alle Parteien an einem Strang ziehen.“