Homburger: ?Oettingers Lohnausgleichangebot ist völlig falsches Signal!?

(Stuttgart) Zu dem von Ministerpräsident Günther Oettinger wiederholt angebotenen Lohnausgleich bei Einführung einer 40-Stunden-Woche für die Landesbediensteten im öffentlichen Dienst erklärte die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger:

?Den Streikenden im öffentlichen Dienst schon vor Beginn wirklicher Verhandlungen einen möglichen Lohnausgleich anzubieten, ist nicht nur ein Einknicken vor den völlig überzogenen Forderungen der Gewerkschaft ver.di sondern auch das finanzpolitisch völlig falsche Signal. Wer die Zukunftsfähigkeit des Landes sichern will, der muss den Landeshaushalt jetzt dauerhaft konsolidieren und darf nicht noch mehr Schulden auf die Schultern zukünftiger Generationen laden. Die Zeiten, in denen die Politik mit dem Füllhorn durchs Land ziehen konnte, sind nach Ansicht der FDP vorbei. Wer eine verantwortungsvolle Finanzpolitik betreiben will, muss jetzt eine klare Linie einhalten. Das erwarten auch die Bürgerinnen und Bürger, denn sie haben weitgehend kein Verständnis dafür, dass ver.di wegen 18 Minuten längerer Arbeitszeit pro Tag streikt.

Bei den Beamten wurde schon längst die Wochenarbeitszeit verlängert ohne ihnen besondere Angebote zu machen. Jetzt bei den Angestellten anders zu verfahren, ist ungerecht. Es ist inakzeptabel, dass im selben Büro ein Beamter sitzt, der 41 Stunden arbeiten muss, und ein Angestellter, der nur 38,5 Wochenstunden arbeitet. Die Streikenden sollten sich darauf besinnen, dass es nicht um den Verlust von Arbeitsplätzen und nicht um Gehaltskürzungen geht, sondern um einen angemessenen Beitrag zur Haushaltssanierung durch geringe Mehrarbeit.?