Homburger: Nationalparkgutachten ist offensichtlich mit heißer Nadel gestrickt

Zu dem von der grün-roten Landesregierung vorgestellten Gutachten zur Einführung eines Nationalparks Nordschwarzwald, erklärt die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger MdB:

Totholz, Borkenkäfer, Vorschriften und noch mehr Vorschriften, aber ohne sinnvolle öffentliche Verkehrsanbindung. Dass kann kein schlüssiges Konzept für einen Nationalpark sein.

Wer, wie grün-rot, ein derart weitreichendes Projekt mit gravierenden Auswirkungen für die gesamte Region durchsetzen will, sollte präziser arbeiten.

Das Gutachten verspricht eine großartige touristische Entwicklung und prognostiziert überschwänglich steigende Übernachtungszahlen für den Nordschwarzwald, ohne dass die Annahmen nachvollziehbar wären, es vernachlässigt die öffentliche Verkehrsanbindung und selbst die Gutachter haben in der gestrigen öffentlichen Präsentation eingestanden, dass der Nutzen für den Arten- und Klimaschutz überschaubar bleibt. Über die Einschränkungen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region und die damit verbundenen Risiken für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, geht die grün-rote Landesregierung einfach hinweg.

Ganz offensichtlich geht es der grün-roten Landesregierung nicht um die dringend notwendige umfassende und kritische Erörterung und Überprüfung ihrer Vorschläge, sondern nur darum, ein grün-rotes Prestigeprojekt -im Zweifel auch gegen den Willen der Menschen vor Ort- durchzudrücken.