Homburger/ Meinhardt: Die berufliche Bildung braucht eine starke Wirtschaft und eine starke Wirtschaft braucht gute berufliche Bildung.

(Stuttgart) Die Zukunft und Verbesserung der beruflichen Bildung ist ein Schwerpunkt der FDP auf Bundes- und Landesebene. Für die Liberalen ist sie ein zentrales Thema der Bildungs- , Handwerks- und Mittelstandspolitik. Die Landesvorsitzende der FDP, Birgit Homburger, erklärt dazu: ?Im globalen Wettbewerb ist die berufliche Bildung in einer führenden Wirtschaftsregion wie Baden-Württemberg ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die berufliche Bildung braucht eine starke Wirtschaft und eine starke Wirtschaft braucht gute berufliche Bildung. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag zur Bündelung künftiger Aktivitäten eine Steuerungsgruppe ?Ausbildung? verankert, die das Bündnis zur Stärkung der beruflichen Bildung in Baden-Württemberg 2007-2010 vorbereitet und am 27. Juni 2007 vorgestellt hat. Jetzt geht es um die Umsetzung, für die das Wirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsorganisationen, Arbeitsagentur, Kammern, Gewerkschaften und kommunalen Spitzenverbänden zuständig ist, um jedem ausbildungswilligen Jugendlichen eine Lehrstelle anzubieten. Gerade Handwerk und Mittelstand in Baden-Württemberg haben in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die Landesregierung unterstützt diese Anstrengungen. Die Wirtschaft im Land ist ein guter Beweis dafür, wie das Ziel ohne neue staatliche Zwangsmaßnahmen erreicht werden kann. Eine staatliche Ausbildungszwangsabgabe wäre verheerend. Diese würde kleine und mittelständische Unternehmen besonders stark treffen, die 80 % der Ausbildungsplätze stellen.?

Der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete und bildungs-politische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt, weist insbesondere auf die Zukunft des dualen Bildungssystems auf europäischer Ebene und auf die Wichtigkeit von Chancen durch Ausbildung hin: „Nur mit der Dualen Berufsausbildung können wir Spitzenhandwerk fördern und zugleich eine 2. Chance für viele junge Menschen eröffnen. Deswegen ist es inakzeptabel, dass unsere erstklassige Meisterausbildung auf europäischer Ebene genauso wenig wert sein soll wie ein angelernter Facharbeiter. Die Bundesregierung muss hier für die Qualität unserer Dualen Berufausbildung in Europa kämpfen.
Wir dürfen keinen jungen Menschen zurücklassen: eine Qualitätsoffensive Hauptschule, eine flexible duale Berufausbildung mit starken Berufsschul-standorten und ein Förderkonzept Weiterbildung schaffen Bildungs-perspektiven und sichern den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.
Ein Ausbildungssofortprogramm 2. Chance muss bei den Betrieben ansetzen und die fördern, die bereit sind Altbewerber auszubilden. Ein bürokratischer Ausbildungsbonus, wie von der Bundesregierung gefordert, ist mittelstands-feindlich, ein bildungspolitischer Rückschritt und bringt außer einem wohlklingenden Namen keinen einzigen Ausbildungsplatz.“