Homburger / Meinhardt: „Der Bildungsgipfel darf den Bildungsföderalismus nicht aushebeln?

(Stuttgart) Zum morgigen Bildungsgipfel in Dresden erklären die Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg, Birgit Homburger, und der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Obmann für den Landesfachausschuss Bildung der FDP Baden-Württemberg, Patrick Meinhardt:

?Die FDP Baden-Württemberg bekennt sich zum Bildungsföderalismus und erwartet, dass auch die baden-württembergische Landesregierung sich morgen auf dem Bildungsgipfel auf Bundesebene dafür einsetzt, dass daran nicht gerüttelt wird. Schule ist und bleibt Ländersache. Hier dürfen keine Kompetenzen an den Bund abgetreten werden. Der föderale Wettbewerb bringt Vorteile gerade im Bereich der Bildung. Nur über mehr frühkindliche Bildung, mehr individuelle Förderung, mehr Kompetenzen vor Ort und eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten können wir die Qualität der Bildung langfristig verbessern. Deswegen wird es auch mit der FDP Baden-Württemberg keine bundesweit einheitlichen, zentralen Abitur- Prüfungen in Mathe und Deutsch geben, wie es Bildungsministerin Anette Schavan will. Die FDP lehnt ein bundesweites Zentralabitur weiterhin ab und wird hier keine Salamitaktik zulassen.

Die FDP Baden-Württemberg setzt sich seit langem für Bildungsstandards ein, damit ein Umzug von einem Bundesland in ein anderes nicht zu einem Bildungshindernis wird. Wir brauchen eine an den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler orientierte Bildungspolitik und keine zentralistische Bildungsbürokratie von oben. Deshalb erwarten wir vom Bildungsgipfel mehr Tempo bei der Erarbeitung der Bildungsstandards.

Die Stärke der deutschen Bildungslandschaft liegt gerade in der Vielfalt.
Wir brauchen keine Vereinheitlichungen und keine bundesweiten Schulprogramme, sondern mehr Eigenverantwortlichkeit und Entscheidungsfreiheit der Schulen vor Ort.?