Homburger fordert Aufhebung der Schulbezirke

(Stuttgart) Die Landesvorsitzende der Südwest-Liberalen und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, fordert die Aufhebung der Schulbezirke in Baden-Württemberg.

Homburger sagt, nur durch eine Aufhebung der Schulbezirke könne erreicht werden, dass Eltern ihre Kinder auf die Schule ihrer Wahl schicken können. ?Die Festlegung der Schulbezirke verhindert, dass Eltern ihre Kinder auf die gewünschte Schule schicken können, falls diese außerhalb des Schulbezirks liegt. Die Wahlfreiheit von Schülern und Eltern wird dadurch erheblich beschränkt.?

Dies habe, so Homburger, negative Konsequenzen für die Qualitätssicherung in den Schulen. ?Die Schulbezirke stellen de facto eine Wettbewerbsbeschränkung dar, weil für Schüler und Eltern keine Möglichkeit besteht, ein gegebenenfalls besseres Bildungsangebot in einem anderen Schulbezirk wahrzunehmen. Um die Qualität in der Bildung zu sichern und zu stärken, brauchen wir deshalb mehr Wettbewerb durch freie Schulwahl. So erhalten die Schulen die Chance, sich mit einem eigenständigen Profil zu positionieren. Für Schüler und Eltern steht im Gegenzug ein vielfältigeres Bildungsangebot zur Verfügung, das die individuellen Stärken und Schwächen der Kinder unterschiedlich berücksichtigt.?

Um die finanziellen Konsequenzen der Aufhebung der Schulbezirke für die Schulträger aufzufangen, schlägt Homburger vor, Schulstandorte durch höhere Pro-Kopf-Zuweisungen je Schüler zu unterstützen. Darüber hinaus sei die Kooperation mit privaten Unternehmen (Public Private Partnership) geeignet, um notwendige Investitionen in den Schulen zu tätigen.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Landesparteitages der Südwest-FDP am 18. Juni 2005 in Baden-Baden wird die Bildungspolitik sein.