Homburger: Einheitslehrer heißt Einheitsschule

Zur Vorstellung einer Studie durch Kultusminister Andreas Stoch und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, wonach zukünftig in Baden-Württemberg nur noch Grundschullehrer und Gemeinschaftslehrer ausgebildet werden sollen, erklärt die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger, MdB:

Grün-rot bereitet weiter die Einheitsschule vor. Sie geben Studien in Auftrag, die den Weg vorzeichnen. Ihren Beteuerungen, das Gymnasium nicht antasten zu wollen, ist keinerlei Glauben mehr zu schenken. Die heute geäußerte Überlegung, zukünftig in Baden-Württemberg vielleicht nur noch Grundschul- und Gemeinschaftslehrer auszubilden und einzusetzen, ist ein weiterer Schritt zur Austrocknung des Gymnasiums.

Zunächst hat Grün-Rot versucht einen einheitlichen Bildungsplan durchzudrücken. Das wurde auf öffentlichen Druck vermeintlich eingesammelt, wird aber hinter verschlossenen Türen weiter betrieben. Dazu passt die heutige Ankündigung eines Kabinettsbeschlusses noch vor der Sommerpause. Eine solche Ankündigung wäre unnötig, wenn man die Empfehlungen nicht übernehmen wollte.

Auch wenn die beiden Minister sich heute noch winden: es ist klar erkennbar, in welche Richtung es gehen soll.

Damit macht grün-rot konsequent die Grundlage unserer Exzellenz kaputt: das Gymnasium. Ministerpräsident Kretschmann spricht immer vom Erhalt des Gymnasiums, seine Regierung macht das Gegenteil. Wenn er in der Bildungspolitik glaubwürdig sein will, muss er die heute angedachten Pläne sofort einsammeln.