Homburger: Abschaffung der Grundschulempfehlung ist Bumerang Grün-rot macht Schulpolitik auf dem Rücken der Schwächsten

Zur Diskussion um die Folgen der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung erklärt die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger MdB:

Die Zahl der versetzungsgefährdeten Fünftklässler ist massiv angestiegen: Kein Wunder, dass die Landesregierung das Sitzenbleiben abschaffen will – sie wollen damit die Folgen der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung kaschieren.

Jetzt rächt sich, dass die Landesregierung alle Bedenken gegen die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung in den Wind geschlagen hat. Die Entscheidung erweist sich als Bumerang.

Das ist ein weiterer trauriger Beweis dafür, dass grün-rot ihre bildungspolitischen Ideen auf dem Rücken der Schwächsten austrägt. Nach dem ersten Jahr zeigt sich, dass deutlich mehr Schüler als früher den Anforderungen nicht gerecht werden, weil sie überfordert sind. Das schafft Frustrationserlebnisse. Minister Stoch muss im Sinne der Kinder dringend handeln und diese Entscheidung rückgängig machen.

Die FDP hat auf dem letzten Landesparteitag eine vernünftige Lösung vorgeschlagen: weiterführende Schulen sollen künftig berechtigt, aber nicht verpflichtet sein, Kinder auch ohne zureichende Grundschulempfehlung aufzunehmen, wenn sie sich in einem von ihnen selbst bestimmten Verfahren davon überzeugt haben, dass sie dieses Kind zum Regelabschluss ihrer Schulart führen können. Diese Aufnahmeentscheidung wäre für andere Schulen nicht verbindlich.