Heise: Bildungspolitik braucht Inhalte, keine Brechstange

Zu den heutigen Drohungen von Fraktionschef Schmiedel gegenüber den Grünen erklärt die FDP-Generalsekretärin Gabriele Heise:

Inhalte müssen her, keine öffentlichen Drohungen mit der Brechstange. Wenn der SPD-Fraktionschef den Grünen öffentlich damit droht, das neunjährige Gymnasium zum Wahlkampfthema 2016 zu machen, wird deutlich, dass die Landesregierung keinen roten Faden bei der Bildungspolitik findet und offensichtlich auch nicht finden will. Da zeigt es sich wieder, das grün-rote Bildungschaos. Statt öffentlich darüber zu diskutieren, flächendeckend wieder von G8 auf G9 gehen zu wollen, sollte sich die Landesregierung darauf konzentrieren, konzeptionelle und inhaltliche Verbesserungen von G8 anzupacken.

Die FDP hält die verkürzte gymnasiale Schulzeit G8 nach wie vor für eine Chance. Bei der Umsetzung muss aber dringend nachgebessert werden. Wer den Erfolg von G8 will, muss Schüler, Eltern und Lehrer mitnehmen. Es ist die Aufgabe des Kultusministers, durch eine Weiterentwicklung der Lehrpläne und eine bessere Gestaltung der Abläufe für mehr Akzeptanz und den Erfolg von G8 zu sorgen.

Statt dass hier vom Kultusminister Konzepte vorgelegt werden, erklärt sein SPD Parteifreund, mit diesem Thema 2016 Wahlkampf gegen den Koalitionspartner führen zu wollen. Ein Land wie Baden-Württemberg braucht beim Thema Bildung Antworten und keinen Vorwahlkampf. Schluss mit dem ständigen Hin- und Her innerhalb der Landesregierung. Schüler, Eltern und Lehrer brauchen Planbarkeit und kein Chaos.